Breno – Superverteidiger oder Superflop?

Man stelle sich vor, der FC Bayern München spielt ein Freundschaftsspiel. Man stelle sich vor, wir schreiben die 83. Minute. Die 83. Minute – der FC Bayern München führt mit 3:0 Toren gegen einen eher unterlegenen Gegner.
Und dann das unfassbare. Nach einen eher harmlosen Zweikampf springt der Innenverteidiger des FCB auf und haut den Gegenspieler mit einen Kick gegen dessen Bein ordentlich um. Danach Geschubse, Gedrohe, sogar der heraneilende Schiedsrichter bekommt mal kurz die Wut des jungen Spielers ab.

Eigentlich unvorstellbar – oder? Aber tatsächlich so geschehen. Bayern-Fans werden sich an das letzte Spiel des FCB unter Ottmar Hitzfeld erinnern. Es war das Spiel wo Breno ausrastete und mit der roten Karte vom Platz flog. Ein Freundschaftsspiel. Eine sichere Führung. Eine PR-Veranstaltung für den Fussball des FCB.

War es ein Ausrutscher? Ein Blackout?
Im ersten Spiel der neuen Saison, ein Freundschaftsspiel gegen einen Sechstklassigen Verein, konnte Breno den Gegenspieler nur schwer halten. Er entschied sich dazu die Sense auszupacken, kassierte eine gelbe Karte.
Ein “Supertalent” wie Breno schafft es nach nur 6 Minuten Spielzeit nicht – womit man Konditionsprobleme in dieser Phase ausschließen kann -  einen Spieler aus der 6. Liga im Griff zu bekommen? Er muss erneut negativ auffallen und im Freundschaftsspiel eine Karte kassieren.

Was ist da passiert? Hatte der verantwortliche Scout sich eine falsche Rückennummer notiert als er Breno beobachtet hat? Hat Real Madrid, die Breno ja wohl auch haben wollten, nur Interesse vorgetäuscht um die anderen Topvereine reinzulegen? Hat der Junge sein Talent vielleicht beim Zoll abgeben müssen?
Auf der Bank vom FC Bayern München wird Breno nicht zum Superstar. Und auf einen Spielfeld hat er – zumindest im Bayern Trikot – momentan nichts verloren.
Da es im Moment nicht danach aussieht, als würde der FC Bayern den Spieler ausleihen, kann man eigentlich nur damit rechnen, dass er irgendwann für wenig Geld verkauft wird.
Vielleicht 2009, 2010, vielleicht auch noch später.