Rücktritt: Kevin Kuranyi nie mehr für Deutschland!

Diese Meldung überrascht nicht nur die Fans – auch die Verantwortlichen der Nationalmannschaft wurden eiskalt erwischt.

Kevin Kuranyi musste heute auf der Tribüne Platz nehmen, gehörte nicht einmal zum aktiven Kader der deutschen Nationalmannschaft. Noch während des Spiels soll der Schalker das Stadion verlassen und direkt seinen Rücktritt aus der deutschen Nationalmannschaft erklärt haben.
Als Grund führte Kevin Kuranyi mangelnden Rückhalt von Jogi Löw auf. Die Aussortierung vor dem Spiel gegen Russland brachte das Fass zum überlaufen.

Kuranyi fuhr gar nicht erst mit zurück ins Mannschaftshotel, trat stattdessen direkt die Heimreise an.

Auch wenn der Schalker Stürmer nicht unbedingt zu meinen Lieblingsspielern gehört und er in jüngster Vergangenheit keinen zwingenden Grund dafür lieferte, ihn aufzustellen, so habe ich doch Verständnis für sein Verhalten.
Während der EM beispielsweise lief es für Klose nicht sonderlich gut. Noch übler war allerdings die Situation für Mario Gomez, der das Tor nicht einmal aus nächster Nähe traf. Trotzdem hatte Kuranyi kaum eine Chance zu spielen.
Heute bekam er vorgeführt, dass Löw weiterhin auf Podolski und Klose setzt, dahinter aber wohl eher Gomez und Helmes kommen. Als Stürmer Nr.5 hätte er höchstens dann eine Chance auf die WM, wenn einer unerwartet einen Leistungsabfall bekommt oder, was wohl realistischer wäre, sich jemand verletzt.

Die Art und Weise wie es nun abgelaufen ist, verstärkt allerdings meinen Eindruck, dass Jogi Löw bei einigen Spielern ein Problem mit der Kommunikation hat. Gedanken an die Nicht-Nominierung von Timo Hildebrand werden wach. Der Torhüter bekam vor der EM die Mitteilung über seine Nicht-Nominierung über Andi Köpke mitgeteilt. Jogi Löw kündigte zwar direkt nach der EM eine Aussprache mit Hildebrand an, ließ sich dann aber doch einige Monate Zeit und vertröstete alle immer wieder in Pressekonferenzen und Interviews mit Aussagen wie „….wird es noch ein Gespräch geben“.
Auch hier hat offenbar die Kommunikation zwischen Bundestrainer und Spieler nicht funktioniert – sonst hätte er kaum so überraschend reagiert.
Ein gutes Anzeichen ist die neue Unruhe in der Nationalmannschaft auf keinen Fall.

7 Antworten zu „Rücktritt: Kevin Kuranyi nie mehr für Deutschland!“

  1. Nora sagt:

    Super Beitrag!
    Kuranyi hat Recht.

  2. niffchen sagt:

    Ich kann Kuranyi genauso gut verstehen wie den Jogi. Denn für meinen Geschmack hat in der Zeit, als Kutanyi öfter espielt hat, dieser nicht wirklich Gründe geliefert zu sagen, dass er der Nr. 1 Stürmer Deutschlands war bzw. dass er icht durch die anderen zu ersetzen sei. Konsequenterweise wurde er zur EM ausgestauscht. Dass er dann aber, als die anderen unter allen kanone gespielt haben, nicht mal von anfang an eine Chance erhilt, habe auch ich nicht verstande.
    Aber insgeamt betrachtet ist meine Meinung, dass es in der Nationalelf derzeit keinen Stürmer gibt, der das Prädikat überrragend oder einen Stammplatz durch überzeugende leistung verdiet hätte … irgendwie haben keine einzigen Spitzenstürmer.
    Was die Kommunkation angeht kann ich nur sagen, dass wenn die nicht stimmt viel kaputt gemacht werden kann … das sollte man im Griff haben!

  3. rene sagt:

    kuranyi spielt die beleidigte leberwurst. er war schon vor der euro 2008 größenwahnsinnig, indem er gesagt hat, dass turnier wird seine chance einen großen verein in europa für sich zu gewinnen.

    kuranyi spielt nicht für deutschland und denkt nicht für deutschland, er denkt an seine karriere! insofern hat er in der dfb elf nix zu suchen.

    ich sage (um in den worten von merkel zu sprechen): löw, deine entscheidung ist konsequent.

  4. Uwe sagt:

    Es war eine Reaktion auf eine sehr große Entäuschung erneut in der Nationalmannschaft aussortiert worden zu sein. Ja, er hat sich sicherlich mit seiner Leistung dem Trainerstab nicht aufgedrängt. Aber sind wir mal ehrlich – wer hat das schon in der vordersten Reihe. Für mich fehlt es klar an einer einwandfreien Kommunikation zwischen dem Trainer und dem Spieler Kevin Kuranyi. Jogi Löw ist es damit wiederholt nicht gelungen seine personelle Entscheidung verständlich darzulegen. Manchmal war es auch schwer für den normalen Betrachter diese nachzuvollziehen. Wie auch immer – Kevin Kuranyi hat mit der mangelnden Kommunikation in der Nationalmannschaft, nicht mehr an sich selbst glaubend, auch bei Schalke seine positive Ausstrahlung und Kraft ein wenig verloren. Das er jetzt selbst die Reissleine zieht ist verständlich und nachvollziehbar. Die Art und Weise – über die kann man sicherlich diskutieren. Aber Fußball besteht aus Emotionen – sie sind wichtig. Also lasst uns auch Kevin Kuranyi Emotionen zugestehen, wenn er etwas zu vorschnell einen nicht gerade geraden – sondern emotionalen Weg gegangen ist.

    Kevin Kuranyi wird jetzt klug daran tun sich auf seine definitiv vorhandenen Stärken zu besinnen. Er ist ein guter Spieler. Er hat es bewiesen – Jetzt gilt es für sich selbst kämpfen. Schalke 04 wird glockenklar seine Freude mit ihm haben. Jetzt kann er sich auf seinen Verein konzentrieren. ! An die S 04 Fans mein Aufruf. Er braucht Euch in dieser Zeit, mehr den je.

  5. Janine sagt:

    sorry, aber das hat nichts mehr mit sportlichen verhalten zu tun, denn Fußball ist und bleibt ein Mannschaftssport, frei nach dem Motto „Alle für einen, Einer für alle“… Ich würde ganz klar sagen: Klasse und konsequente Entscheidung JOGI… Mach weiter so mit Deinen Jungs… (Für alle hier, nur zur Erinnerung: Denkt mal an das Spiel in Schalke, wo Slomka ihn ausgewechselt hatte… UNSPORTLICH…!) Lieber Kevin, auch ich habe nicht immer alles bekommen… Wie wär es mit einer anderen Sportart?!

  6. blog2pussy sagt:

    wen interessiert’s? kuranyi spielt noch launischer als schweinsteiger, dazu nervt mich seine dämliche frisur. gut, dass wir im sturm nicht mehr auf diesen bordon-abklatrsch angewiesen sind

  7. Job-Börse sagt:

    Wenn man Kuranyi allein betrachten würde, wäre das Verhalten sicherlich noch halbwegs in Ordnung, aber es geht hier auch oder insbesondere um das Team. Und hier wird er sich auch nicht sonderlich beliebt gemacht haben.

    Nun ist es aber gerade Ziel, ein Team aufzustellen, dass sich untereinander gut versteht. Eine Primadonna dabei zu haben, ist sicherlich der falsche Weg.

    Denn eins muss man ja schließlich bedenken: Nur die Teamleistung im gesamten lässt zuverläffig und nachhaltig ein Winner-Team entstehen.

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