So langsam bekommt man den Eindruck das die Situation zu eskalieren droht – wenn sie das nicht schon ist.
Anfangs gab es Streitpotential zwischen Oliver Bierhoff und Michael Ballack. Jogi Löw war derjenige, der diesen Streit noch einmal in die Presse brachte und eine Aussprache forderte. Einige Schlagzeilen später galt die Angelegenheit nun als erledigt.
Nun aber der nächste Machtkampf des Kapitäns – und Zielperson seiner Kritik ist kein geringerer als der Bundestrainer selbst. Die Liste der Vorwürfe ist lang. Angefangen damit, dass Löw nach Ballacks OP sich nicht gemeldet habe, obwohl das in der Vergangenheit anders gewesen wäre. Weiter ging es um die Aussage von Olaf Thon [vielleicht sitzt Ballack demnächst auf der Bank, Schweinsteiger wäre der heimliche Kapitän der Nationalmannschaft], laut Ballack ginge das in Deutschland zu schnell. “Kaum spielt jemand in Deutschland einen Monat gut, schon ist er Weltklasse.”
Heftige Kritik muss der Bundestrainer sich wegen der Situation von Torsten Frings anhören. Laut Ballack sei der zwar nicht in Topform, aber immer noch auf höhsten Niveau. Ballack meint, dass es ihn an den Konkurrenzkampf Lehmann und Kahn erinnere – den Kahn nie hätte gewinnen können. Zusammenfassend kann man wohl sagen, dass Ballack besonders in der Frings-Angelegenheit kein gutes Haar am Bundestrainer lässt und mit wilden Spekulationen nur so um sich wirft.
Es gibt viele mögliche Gründe dafür, warum Ballack so reagiert. Einer ist wohl der, dass der Kapitän fürchtet nach Torsten Frings der nächste Führungsspieler zu sein, der sich auf der Bank wiederfindet und sich neu beweisen muss. Einfluss verlieren, Macht verlieren, Stellenwert und letztendlich auch finanzielle Einbußen.
Das die Kritik schon wieder über die Presse geht – nicht tragbar. Das Ballack mit Schweinsteiger einen Spieler direkt, und mit Hitzlsperger und Rolfes indirekt, so in die Schranken verweist – unwürdig.
Die Tatsache das es nach Arne Friedrich, der von Ballack für seine Kritik [ein Kapitän muss auch mal positiv auf Mitspieler einwirken, nicht nur verbal draufhauen] als “Mitläufer” bezeichnet wurde, schon wieder Mitspieler trifft – verdächtig.
Für Jogi Löw wird es an der Zeit die Fronten zu klären. Ein Michael Ballack der lieber Sport-Politik in den Medien betreibt und ansonsten mehr in der Reha-Abteilung als auf den Trainingsplatz zu finden ist, kann für die Nationalmannschaft für eine große Gefahr werden. Deshalb muss der Kapitän hart und direkt in seine Schranken verwiesen werden.
Ich persönlich mag den Spieler, aber er sollte sich darauf konzentrieren Fussball zu spielen, guten Fussball, erfolgreichen Fussball – damit hat er genug zu tun!
22. Oktober 2008 um 22:25 |
Bei Michael Ballak merkt man wieder einmal sehr gut, daß die meisten Fußballer
nichts im Kopf haben und alles in die Füße gerutscht ist.
28. Oktober 2008 um 11:17 |
Ich glaube kaum, dass man das so verallgemeinern kann. Ich finde es zwar auch nicht gut, wie Ballack sich da verhält, trotzallem ist er halt auch nur ein Mensch. Irgendwo hat er natürlich Angst um seinen Stammplatz und außerdem weiß man ja nicht, was da alles sonst noch vorgefallen ist… . Die Menschen sind echt immer zu schnell mit Ihrem Urteil.
Ich verteidige Ballack nicht und prangere ihn auch nicht an. Ich weiß nur, dass die Aktion nicht gut war, aber deswegen gehe ich jetzt nicht daher und behaupte, die haben generell nichts im Kopf.