“Micky Maus-Bundesliga”, so nennt es die “BILD”. Der Fussball-Fan muss sich aber wohl keine Sorgen darum machen, dass demnächst die “König der Löwen” gegen die “Entenhausener Ducks” spielen werden.
ESPN ist mit mehreren Sport-Sendern in den USA vertreten. 80% der Anteile liegen bei ABC [American Broadcasting Company], die wiederum zum Walt Disney Konzern gehört. Die restlichen 20% gehören der Hearst Corporation, ebenfalls Medienspezialisten mit eigenen Magazinen, Internetdiensten, Fernsehsendern, Zeitungen etc.
Grundsätzlich eine positive Nachricht, wie ich finde. Auch ESPN wird die Bundesliga nicht kostenlos zeigen, aber es ist beruhigend, dass Premiere kein Monopol hat, sondern sich immer wieder mal Anbieter mit reinhängen. Es dürfte nur eine Frage der Zeit sein, bis sich auch mal jemand wirklich durchsetzt. ARENA war hingegen ja eher ein totaler Reinfall und bedeutete für die Abo-Käufer eher unnötige Kosten und Lauferei.
Wie ernst ist es den Leuten von ESPN wohl mit der deutschen Bundesliga? Gerüchten zufolge sollen sie bereits versuchen von der ARD Mitarbeiter abzuwerben. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass ein solch großer Konzern das Vorhaben Deutschland zu erobern von 50-100 Millionen Euro abhängig macht. Soll heißen, dass die Verantwortlichen durchaus wissen, dass ihr Gebot deutlich über das von PREMIERE liegen sollte, die laut Medien wohl einen kleinen “Treue-Bonus” von der DFL haben.
Ich persönlich, ohne Fachmann für solche Dinge zu sein, könnte mir vorstellen, dass Premiere hier nicht mitziehen kann. Sollte das der Fall sein, könnte das für den Fussball-Fan demnächst allerdings auch wieder schwierig werden: Bundesliga bei ESPN, Champions League auf Premiere – …kann man nur hoffen das es nicht wieder so ein ARENA-Reinfall wird und am Ende doch wieder alles bei Premiere landet.