#SkySportNewsHD im Free TV: Start mit FC Bayern Spiel

sky sport news hd empfangen

Seit heute ist es möglich, Sky Sport News HD ohne ein Abo im Free TV zu empfangen. Wer es schon einmal ausprobieren wollte und den Sender noch nicht freigeschaltet hatte: bei Kabel Deutschland geschieht das beispielsweise erst im Laufe des Tages.

Das SSNHD frei für alle zu empfangen ist, kann man wohl getrost als „Win-Win“-Situation bezeichnen. Der Sportfan bekommt endlich eine ausführliche Berichterstattung, rund um die Uhr. Und das in einer professionellen und deutlich hochwertigeren Art und Weise, als würde er nur die Tagesschau oder N-TV sehen.
SKY hingegen erhöht die eigene Reichweit um ein Vielfaches und kann nicht nur durch Werbung entsprechende Einnahmen erzielen, sondern auch gezielt Werbung für das eigene Produkt schalten.

Zum Start von SSNHD im Free TV hat der Sender für die Fussball-Fans ohne Abo auch noch eine kleine Überraschung vorbereitet. Das Bundesliga-Spiel zwischen Mainz 05 und dem FC Bayern München überträgt SKY, dank einer Sondergenehmigung, am Freitagabend um 20.30 Uhr live über SSNHD und somit im Free TV.

Wer das nicht verpassen möchte, sollte aber auf jeden Fall den Sender heute im Laufe des Tages auf seinem Gerät suchen bzw. die Freischaltung überprüfen. Solltet Ihr Probleme haben, scheut Euch nicht Euren jeweiligen Kundenservice zu kontaktieren. So viele Bundesliga-Spiele gibt es ja nicht im Free TV, da gilt es, perfekt vorbereitet zu sein, um es am Ende dann nicht wegen einer Kleinigkeit zu verpassen.

Bild: Live-Screenshot Sky Sport News HD

Back to earth? Da lacht er nur drüber!

Jerome Boateng

Nachdem der FC Bayern München sich gegen Rostov blamierte und den Gruppensieg in der Champions League verspielte, schoss Karl-Heinz Rummenigge massiv gegen Jerome Boateng.
„Jerome muss wieder ein bisschen mehr zur Ruhe kommen. Seit dem Sommer ist mir das ein bisschen zu viel. Es wäre im Sinne von ihm und dem ganzen Klub, wenn er ein bisschen BACK TO EARTH runterkommt.“, so lauteten die, mittlerweile schon legendären Worte des Bayern-Bosses. In der Folge diskutierte Fussball-Deutschland. Darf man einen Spieler in dieser Weise öffentlich kritisieren? Ihn nach einer schwachen Mannschaftsleistung rauspicken und quasi an den Pranger stellen?
Und wie verhält es sich überhaupt inhaltlich mit dieser Kritik? Hat der Boss denn wenigstens Recht?
Boateng würde sicherlich irgendwann einen Kommentar zu diesen Vorwürfen abgeben. Aber das es so ausfällt, wie es nun geschehen ist, das konnte man sicherlich nicht ahnen.
„Darüber lache ich.“, soll er im Rahmen der Fanclub-Besuche gesagt haben. Und der Bayern-Boss solle es ihm das nächste mal doch besser ins Gesicht sagen.
Inhaltlich solle daran auch nichts dran sein. Kritik sei zwar berechtigt, aber seien seine PR-Termine und sein Lifestyle nicht schuld daran: „Ich bin einfach noch nicht bei 100%.“.

Das ein Spieler in dieser Form die öffentliche Schelte eines Bosses zurückweist, ja nahezu ins Lächerliche zieht, dürfte wohl fast einmalig in der, zumindest jüngeren, Bayern-Geschichte sein. Mir fällt zumindest keine vergleichbare Reaktion ein.
Klar ist, dass Jerome Boateng zwar zur Zeit nicht besonders gut spielt, aber trotzdem weltweit als Top-Innenverteidiger gilt, der sich notfalls auch einen Arbeitgeber auswählen könnte. Boateng hat es also nicht zwingend nötig, sich vor seinen Bossen in den Staub zu werfen.
Idealerweise findet er zurück zur alten Stärke und kann dann, trotz Lifestyle und PR-Termine, den Beweis antreten, dass es nicht daran lag.
Und der Bayern-Boss? Der wäre vielleicht gut daran beraten, das eigene Ego jetzt runter zu schrauben und die Sache jetzt auf sich beruhen zu lassen, bevor es zu einem Problem für den Verein wird.

Bild: FC Bayern Pressematerial

#FCBayern: Wo sind die Stellschrauben?

Matthias Sammer Interview

Nach der Niederlage im kalten Russland klingelt es jetzt doch langsam. Zwei Niederlagen in Folge, das gab es nämlich zuletzt vor 7 Jahren unter Louis Van Gaal und nun dürfte auch dem Letzten langsam klar werden, dass „ganz ruhig, läuft schon“ nicht unbedingt das beste Mittel der Wahl ist.

Natürlich haben wir auch die klassischen „jetzt verliert Bayern mal, dann heulen sie alle“-Kritiker. Aber die haben es auch nicht verstanden.
Der Anspruch des FC Bayern München ist höher, als mit Rückschritten zufrieden sein zu können. Das Spiel der Roten zeigte die Tendenz, in Punkteverlusten wurde es greifbar und mit der Tatsache, dass sie in der Champions League nur Gruppenzweiter wurden, ist es nun ein Fakt geworden.
Und an dem Tag, wo man sich als Verein dafür entschuldigen muss, möglichst alles gewinnen zu wollen, sollten wir aufhören die Tore zu zählen, uns Sonnenblumen ins Haar stecken und bei einer leckeren Tasse Tee einen Münzwurf über Titel entscheiden lassen.

Ich bin noch immer der Meinung, als Außenstehender kann man die Gründe für den Rückschritt nicht genau erkennen. Aber man kann einiges zumindest in Erwägung ziehen.

  • Matthias Sammer fehlt dem Verein. Obwohl man ihm in seinen Einfluss immer wieder beschnitten hat, die Egos beim FC Bayern sind halt schon immer groß gewesen, hätte man schon vor Wochen einen wie Sammer gebraucht. Er war nah an der Mannschaft, erkannte Tendenzen früh und hatte den Ehrgeiz, sich nicht auf vergangene Leistungen auszuruhen.
  • In den letzten Spielen hatte man häufig das Gefühl, die Bayern geben das Spiel in die Breite auf. Stattdessen drücken sie den Gegner vor deren eigenes Tor und wundern sich dann, dass kein Weg durch die Masse führt.
    Das machte man zwar schon bei Guardiola so, allerdings funktionierte das Zusammenspiel auf engsten Raum dort noch besser.
  • Die Zeit unter Pep Guardiola dürfte nicht nur körperlich, sondern mental auch sehr anstrengend gewesen sein. Das die Spieler nun ein wenig ausgebrannt sind, kann man nachvollziehen. Allerdings findet auch eine massive Rotation statt, die Erholungsphasen ermöglicht. Und Ancelotti scheint auch durchaus Rücksicht auf die Befindlichkeiten zu nehmen, wenn man die Äußerungen der Spieler hört. Allerdings handelt es sich auch um Profis, die einen großen Betreuerstab inkl. Psychologen und Wasserträger um sich herum haben. Man darf von ihnen erwarten, dass sie sich aus so einem Loch herausziehen können.
  • Die Rotation muss sein. Im Vorfeld sprachen die sogenannten Experten ja ständig davon, dass Ancelotti kein Trainer wäre, der auf Rotation setzen würde. Und man befürchtete schon massenhaft verschenktes Können in der 2. Reihe, sowie völlig platte Spieler am Ende einer Saison.
    Bei den Auswechslungen hat der Trainer aber nicht immer so ein gutes Händchen. Klassisches und populärstes Beispiel war die Herausnahme von Lahm gegen Rafinha, als man mit 1:0 in Dortmund zurücklag. Lahm hatte gerade erst eine 2wöchige Pause während der Länderspiele und wäre ganz sicher in der Lage gewesen, 90 Minuten lang durchzuspielen. Unter Umständen wäre es die bessere Wahl gewesen, Lahm für Alonso ins Mittelfeld zu befördern. So wurde es ja dann auch in der Champions League gemacht, auch wenn die Veränderung allein dann nichts bewirkte.
  • Der wichtigste Punkt ist allerdings die Erkenntnis, dass etwas nicht rund läuft. Nun hat sich Karl-Heinz Rummenigge Boateng nach einer katastrophalen Leistung mit seiner „Back to Earth“-Kritik als Bauernopfer ausgesucht. Er hat damit sicherlich nicht falsch gelegen, es hätte aber auch jeden anderen treffen können.

Bezeichnend ist auch, dass die Spieler mittlerweile lauter und sachlicher kritisieren, als die Bosse. Das gibt allerdings auch die Hoffnung, dass sie die Kurve schnell wieder bekommen werden. Gefahr erkannt – Gefahr gebannt. Nur schade, dass es erst Konsequenzen haben muss, um sie zu erkennen. So macht man es sich im Endeffekt nämlich schwerer, als es hätte sein müssen.