Lehmanns Stinkefinger-Affäre

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In der letzten Woche machte ein Bild von Jens Lehmann seinen Weg durch die Presse [siehe links, BILD.de-Screenshot], das wir irgendwie schon kannten.
Bereits als Nationalspieler kratzte sich Jens Lehmann mit seinen Mittelfinger an der Stirn und so manch einer verstand es als versteckte Geste an bestimmte Zuschauer.

Diesmal fand es also im Trikot des VFB Stuttgart statt und richtete sich angeblich in Richtung einiger VFL Wolfsburg-Fans.

Schlimm, schlimm. Dieser Jens Lehmann.

Das ist eine Doppelmoral, die ich an dieser Geschichte nicht verstehe. Wenn Dietmar Hopp als Hurensohn, Uli Hoeneß als Arschloch und viele andere bekannte Persönlichkeiten mit irgendwelchen Gossen-Ausdrücken beschimpft werden, ist das eigentlich kein größeres Problem für die meisten Stadionbesucher.
Dann habe ich noch Bilder von Fussball-Spieler im Kopf, die nach einer schlechten Leistung vor einer Wand voller Fans stehen und diese halten mit hasserfüllten Blick den, richtig, Stinkefinger entgegen. „Fan-Wut“ wird sowas im allgemeinen genannt.
Aber Fussball-Profis verdienen ja viel Geld, deswegen müssen sie sich das gefallen lassen. Wie heuchlerisch. Auf der einen Seite soll Fussball kein „Geschäft“ sein, die Spieler sollen Emotionen zeigen – aber wenn man dann mal so einen kleinen Mittelfinger sieht, dann ist das Geschrei groß und alle fühlen sich beleidgt.

Wer provoziert, darf sich doch am Ende nicht beschweren, wenn er Erfolg hat. Und so ganz ohne Provokationen zeigt auch kein Spieler irgendeine Geste – also …

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