Tod von Enke: Länderspielabsage, Tränen und tiefe Trauer

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Der Tod von Robert Enke sorgt für traurige Augenblicke, Tränen auf Pressekonferenzen und lässt das Internet zum Teil zusammenbrechen.

Die heutige Pressekonferenz des DFB wird wohl nicht nur den anwesenden Journalisten lange Zeit in Erinnerung bleiben. Unter Tränen musste Oliver Bierhoff seine Ansprache an die Presse abbrechen und wurde noch vor laufenden Kameras von DFB-Präsident Theo Zwanziger wieder aufgebaut.

Die Erkenntnisse der Pressekonferenz sind, dass die Nationalmannschaft vollkommen geschockt reagiert hat und gar nicht in der Lage ist am Samstag Fussball zu spielen. Der DFB hat daraufhin beschlossen das Länderspiel gegen Chile abzusagen.

Außerdem haben die Spieler bis mindestens Sonntag frei bekommen. Theo Zwanziger, Oliver Bierhoff, Jogi Löw mit seinen Trainerkollegen und Michael Ballack werden am Sonntag an der Trauerfeier teilnehmen.

Screenshot: der FC Bayern in schwarz/weiß, trauert um Robert Enke auf der Homepage.

Teresa Enke hat heute mit ihren Auftritt bei der Pressekonferenz die Herzen der Zuschauer gewonnen. Mit einer unfassbaren Stärke trat sie vor die Kameras und stand Rede und Antwort um den Leuten einen Einblick in das Seelenleben ihres verstorbenen Mannes zu geben.

Das Internet bricht zum Teil unter die suchenden Internet-User zusammen. Die Webseite des Vereins, Hannover 96, ist zum großen Teil nicht zu erreichen gewesen. Genauso verhält es sich mit Newsportalen wie BILD.de, die den Ansturm zeitweise nicht gewachsen sind.

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4 responses to “Tod von Enke: Länderspielabsage, Tränen und tiefe Trauer”

  1. feydbraybrook says :

    Abgesehen davon, daß das eine tragische Geschichte ist: es werden immer mehr Stimmen laut, die die mediale Aufbereitung bzw. Vermarktung Enkes Selbstmordes verurteilen.

    Ich kann die „Trauer“ nicht ernstnehmen, denn bisher habe ich keinen TV-Sender, keine Internet-Seite und keine Radioshow gesehen / gehört, die konsequenterweise auf Werbung in diesem Zusammenhang verzichtet hätte.

    Der Gipfel war wohl die Online-Ausgabe der Bildzeitung, die diesen Titel neben irgendwelchen Nackideis plaziert hat.

    Ich trauere nicht um Enke. Und wenn alle außer der Familie, den Freunden und Bekannten Enkes ehrlich sind, tun sie es auch nicht.

    Auf meinem Blog gibts einen Screenshot besagter Online-Ausgabe der Bildzeitung:

    http://feydbraybrook.wordpress.com/2009/11/13/enke-trauer-als-freizeit-event/

    • T. says :

      Mit den Link hast Du eigentlich nur bewiesen, dass Du auch Werbung mit diesen Thema machst?

  2. feydbraybrook says :

    Das stimmt, ich mache Werbung für meinen Blog. Aber das mache ich offen und mein Ziel ist es, Dinge des Lebens aus meinem Blickwinkel zu beleuchten. Natürlich möchte ich, daß das so viele Leute wie möglich mitkriegen.

    Dazu aber verstelle ich mich nicht. Ich heuchele keine Trauer vor oder ergebe mich in Schein-Emotionen.

    Ziel eines Blogs ist ja die Verbreitung der persönlichen Meinung.

    Kommerzielle Medien aber provozieren künstlich Meinungen bei ihren Konsumenten. Sie produzieren bewußt rührselige Inhalte zu diesem Thema, obwohl es sie gar nichts angeht, weil sie sich bewiesenermaßen nichts aus den Emotionen machen, die sie kühl bei ihrem Publikum kalkulieren.

    Die Penetranz, mit der ich als Privatperson von Medien aller Art mit Enkes Tod zugemüllt werde, geht mich hingegen sehr wohl etwas an. Dagegen schreibe ich, nicht für eine ehrliche Trauer um Enke – die ist nur von seiner Familie, seinen Freunden und seinen Bekannten zu erwarten.

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