FCB – Wenn die Egos größer sind, als der Ehrgeiz

Nachdem Phillip Lahm den kompletten Verein im Interview kritisierte, sprach man sich aus. Karl Heinz Rummenigge gab einige Tage später ein Interview und bezeichnete Lahm als zukünftigen Kapitän des FC Bayern.

So ganz einfach will Uli Hoeneß es sich aber nicht gefallen lassen, dass er so von einen Spieler kritisiert wird. 90% der Anschuldigungen seien falsch. Und überhaupt sei es alles nur deswegen geschehen, weil der Berater von Phillip Lahm seinen Schützling beim FC Bayern positionieren will.
Nachdem man eigentlich Frieden geschlossen hatte, tritt Uli Hoeneß böse nach. Anders kann man es nicht formulieren. Er stellt somit sein eigenes Ego über die Interessen des Vereins, der nach einen großen Knall wieder Ruhe benötigt. Zudem ist es äußerst unfair, wie Hoeneß nun auch noch Michael Rensing, der den gleichen Berater hat und im Sommer wechseln will, fallen lässt.
Hoeneß war es, der die Erwartungshaltung ebenfalls anstiegen ließ, als er den – damals noch auf der Bank sitzenden – Rensing zum nächsten Nationaltorwart hochlobte. Jetzt behauptet er, Rensing hätte sich als Kahn-Nachfolger besser die Interviews gespart, die wären zum Teil Schuld an seinen Absturz.
Fairplay sieht irgendwie anders aus…. Und warum sollten die Spieler sich nur intern kritisch äußern, wenn es Uli Hoeneß regelmäßig anders macht?

Übrigens gibt es im Internet zahlreiche Abstimmungen betreffend der Lahm-Kritik. Teilweise nahmen weit über 300.000 User (z.B. BILD.de) teil. Und in allen Umfragen war sich die überwältigende Mehrheit von 95-97% mit Phillip Lahm inhaltlich einer Meinung.
Wie man sieht, hat Uli Hoeneß offenbar nicht nur das exklusive Recht auf freie Meinungsäußerung in der Presse, sondern auch die exklusive Meinung er sei offenbar unfehlbar.

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One response to “FCB – Wenn die Egos größer sind, als der Ehrgeiz”

  1. sportinsider says :

    Natürlich ist das mit dem Ego immer so eine Sache. Uli Hoeneß hätte da sicherlich gelassener drauf reagieren können. Lahm wird es jedoch die nächsten Monate in der Mannschaft nicht ganz so einfach haben. Die Passage mit der Anspielbarkeit der Mittelfeldspieler wird auf wenig internen Beifall getroffen haben.

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