Vuvuzela-Verbot, wenn…

Das Organisationskomitee der WM erwägt ein Verbot der Vuvuzelas, …wenn es dafür ernsthafte Gründe geben würde. Als Grund nannte Chef-Organisator Danny Jordaan, dass z.B. auf den Platz geworfene Tröten ein Verbot zur Folge haben könnten.

Das muss doch machbar sein? Die Fans vor Ort in Südafrika werden es doch wohl schaffen, der restlichen Fan-Welt einen Gefallen zu tun, und 3-4 Tröten auf den Platz zu befördern?

Natürlich ist die Vuvuzela  zu einem Symbol dieser WM geworden, wie ein anderer OK-Sprecher es in Aussicht stellte. Aber es ist kein positives Symbol. Die Vuvuzela steht für geschundene Nerven. Sie ist ein Killer der Stadion-Atmosphäre. Diese Weltmeisterschaft transportiert nur eines in die Welt: trööööööt,trööööt…. Egal welche Fan-Kultur sich im Stadion befindet, die Engländer mit ihrer Nationalhymne, die tanzenden Fans aus Ghana oder die Schlachtrufe der deutschen Fans – alles geht verloren.

Leider sehen es die Verantwortlichen nicht ein, dass es einfach negativ ist. Man muss die Vuvuzelas ja nicht verbieten, aber einschränken, reduzieren. Und wenn gar nichts hilft, haufenweise aus Protest auf das Spielfeld werfen! Aber bitte ohne jemanden zu verletzen…


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6 responses to “Vuvuzela-Verbot, wenn…”

  1. DocFloppy says :

    Es ist die WM in Südafrika, nicht in Deutschland oder sonstwo, genau damit durfte man doch rechnen, dass es eben nicht eine Veranstaltung nach „europäischen DIN-Norm-Denken“ wird. Ein Glück auch, so ist jede WM anders. An die Vuvuzelas wird man sich erinnern, in welcher Art auch immer. Die WM hier in Deutschland lief so wie wir uns das vorstellen, dort eben anders.

    Ich wäre als Südafrikaner/WM-Gastgeber ehrlich gesagt sehr angefressen, wenn man mir das verbieten würde oder jemand daherkommt und meine Art Fan zu sein reglementieren will. Eh ein herrlich europäisches Syndrom, jede Form von Individualität mit engstirnigen Vorstellungen und Normen im Keim zu ersticken.

    Die WM wird eben weltweit ausgerichtet und ist keine Art von Europa-Export. Die wirtschaftlichen Auflagen der FIFA sind ohnehin schon ein Würgegriff für die unzähligen Händler vor Ort gewesen. Von den Umsiedlungen von Menschen, Aussperrungen von Unerwünschten und Maßnahmen der Vorbereitenden mal abgesehen.

    Die Tröten mögen vielleicht nervig sein aber kann sich auch reinsteigern.

    • T. says :

      Das ist nur theoretisch richtig angemerkt. Mit Martin Demichelis und Lionel Messi haben sich zwei Südamerikaner über diese Situation beschwert. Gestern habe ich beim durchzappen Ghana-Fans gehört, die ebenfalls bedauern, dass sie ihre Mannschaft nicht anfeuern brauchen, weil sie eh niemand hört.
      Es ist also ein weltweites, kein europäisches „Problem“.

      Wenn Südafrika ein guter Gastgeber ist, oder sein will, wovon ich ausgehe, müssen sie auch jeder Nation Platz zur Entfaltung geben. In Deutschlands Stadien war es 2006 doch auch möglich, dass jede Nation ihre Mannschaft auf ihre Art und Weise unterstützt hat.
      Ich glaube man kann gut nebeneinander leben. Z.B. indem man die Vuvuzelas nur auf eine Seite des Stadions erlaubt und die Mikrofone entsprechend platziert. Dann reduziert sich auch die Gesamtanzahl und die Spieler können ihren TEAM-Sport ausüben, indem sie kommunizieren und sich Kommandos wieder zurufen und nicht faxen müssen.

  2. Anonymous says :

    Schade, es hätte so eine schöne WM werden können. Aber ich vermisse die Fangesänge, die Ahs und Ohs, den Beifall oder die Pfiffe, alles weg. Diese Krachtröten sollten verboten werden, denn als Gastgeber muss ich auch Rücksicht auf meine Gäste nehmen. Nach der WM kann der Krach in den Stadien gerne wieder weitergehen.

  3. Tintifax says :

    Als Gastgeber eines weltweiten Events sollte man sich auch als solcher verhalten ! Mit Kultur und Tradition hat das nichts mehr zu tun ! In meinen Augen präsentiert sich Südafrika als der bisher unterpreviligierteste, niveauloseste und bisher unbeliebteste Gastgeber den ich je gesehen habe.
    Afrikanische Tradition…Plastikmüll aus China ???? Sehr sehr armselig !!!!!
    Ich hoffe auf das baldige Ausscheiden aller Afrikanischen Nationen, vielleicht wird es dann etwas ruhiger und wenn die gastgeber draussen bleiben kommt wieder Stimmung auf !
    Bei „unserer“ WM wurden unsere Gäste wie Freunde behandelt, nicht wie Sondermüll der Geld ins Land bringt.

  4. shit says :

    zitat: „In meinen Augen präsentiert sich Südafrika als der bisher unterpreviligierteste, niveauloseste und bisher unbeliebteste Gastgeber den ich je gesehen habe.“ das ist wieder typisch deutsch oder wie soll ich sagen nur an sicht denkend bei denen gehört das dazu und alle schrein wie war das hier hub konzerte randaliernde leute krach und wieder krach…die sind friedlich feiern und gut….beispiel deutschen gewinnen und wqas machen die idioten gehen auf die strasse versuchen busse um zu schmeissen…. dann liebe ich doch den hornissen ton der vuvuzela´s als irgend welche deutschen spassten die meinen wir gewinne und müsse randalieren……..

  5. fredi says :

    Deutschland ist nicht das einzige Land das sich beschwert, sondern fast die ganze Fussballwelt. Die Afrikaner sind Gastgeber und keine Diktatoren. Und genauso sollten sie sich verhalten

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