WM 2010 – Eine kleine Bilanz

Die WM 2010 in Südafrika ist vorbei. Noch nicht ganz, aber fast. Aus deutscher Sicht ist das Finale ja eigentlich uninteressant – geworden. Und während die Spanier sich mit den Niederländern duellieren, sitzt die deutsche Nationalmannschaft im riesigen Blechvogel, fliegt in die Heimat und ich kann die erste Bilanz ziehen.

Die WM in Südafrika mag politisch gesehen eine tolle Geste gewesen sein. Während uns über die ganze WM die Ohren weggetrötet wurden, schaffte es nicht eine afrikanische Mannschaft so richtig zu überzeugen. Heimspiel? Fehlanzeige. Die Spieler holten sich bei Temperaturen um die Null Grad Erkältungen, Fans saßen mit Schal und Mütze im Stadion… Und wo wir beim Thema Stadien sind: die könnten jetzt theoretisch abgerissen werden, weil sie sowieso ungenutzt zerfallen und echte Millionengräber sind.

 

Die Schiedsrichter waren meiner Meinung nach eine Katastrophe. 96% aller Entscheidungen wären richtig gewesen, sagte ein Sprecher. Dumm nur, dass unter den 4% so häufig spielentscheidene Szenen waren, dass wurde vergessen zu erwähnen. Und bei den 96% sollte man vielleicht noch zusätzlich die Entscheidungen erwähnen, die vielleicht richtig – aber übertrieben waren.

Die Spiele waren häufig langweilig und boten keine spektakuläre Szenen. Natürlich gab es hier auch Ausnahmen, aber ich kann mich nicht daran erinnern, so häufig lästernde Kommentatoren gehört zu haben, die vom “langweiligsten Spiel der WM” sprachen.
Die Spiele der deutschen Mannschaft, bzw. deren komplettes Turnier, findet übrigens in einen separaten Artikel ihren Platz.

Die Superstars der WM waren für mich eindeutig Bastian Schweinsteiger und Thomas Müller, vielleicht noch Forlan (Uruguay) oder Tevez (Argentinien). Ronaldo und Messi – …waren auch dabei. Irgendwie.

Im TV haben sich die Kommentatoren deutliche Mühe gegeben. Besonders Jürgen Klopp ist eine echte Bereicherung, auch wenn man sich manchmal fragt, ob er in der Saison-Pause seine Zeit nicht für andere Dinge nutzen sollte. Jürgen Klinsmann, ich mochte ihn als Trainer, ist aber nicht unbedingt für den Job als Co-Kommentator geboren.
Froh bin ich darüber, dass die Nerv-Zwillinge Delling & Netzer endlich Schluss machen. Was vor 12 Jahren mal irgendjemand komisch und witzig fand, machten sich Delling & Netzer zwanghaft zum Markenzeichen und sorgen damit schon seit viel zu langer Zeit bei mir für ein kräftiges Augenrollen.
Katrin Müller-Hohenstein und Oliver Kahn sind auch ein seltsames Duo. Man hat eigentlich ständig das Gefühl, sie würde Oliver Kahn auslachen – oder zumindest kräftig über ihn schmunzeln. Aber ehrlich gesagt kann man ihr das auch nicht verdenken.

Alles in allem kann man wohl festhalten, dass der Titel “Beste WM aller Zeiten” eindeutig noch mindestens 4 Jahre den Deutschen gehört. Und das ist doch schon mal was, wenn wir schon keinen “Cup” hochhalten dürfen.


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