Neu und alt beim FC Bayern

Am vergangenen Wochenende konnte man neue und alte Entwicklungen beim FC Bayern München beobachten.

Neu ist sicherlich ein Louis Van Gaal, der offenbar seine Aussage über einen eventuellen Verkauf von Bastian Schweinsteiger bereut. Inhaltlich war seine Empfehlung den Mittelfeldspieler im Falle einer Wechselabsicht zu verkaufen sicherlich richtig, konnte aber zum damaligen Zeitpunkt vom Timing her kaum schlechter sein.
Alt sind hingegen die Probleme in der Innenverteidigung. Beim Spiel gegen Eintracht Frankfurt zeigte sich besonders beim Gegentreffer, dass das Team hier sehr anfällig ist.
Daniel Van Buyten wurde nach der ersten Halbzeit ausgewechselt. Die offizielle Erklärung hierzu war, dass er sich nicht gesund fühle. Ob das tatsächlich so ist, oder ob der Belgier sich einfach in einer Krise befindet? Während Martin Demichelis eigentlich schon längst von Van Gaal abserviert wurde, soll er es nun häufig in der Innenverteidigung richten, ist aber völlig überfordert und leistet sich weiterhin regelmäßig seine Fehler. Breno erinnert mich an Santa Cruz und kommt beim FC Bayern offenbar auch nicht über seine Rolle als ewiges Talent ohne wirklichen Durchbruch hinaus. Besonders nach der langen Pause aufgrund einer Verletzung ist das derzeit auch gar nicht möglich. Holger Badstuber, der vierte Innenverteidiger des FCB, ist verletzt und wird kurzfristig auch nicht ins Geschehen eingreifen können.

Im Internet ist man es gewöhnt, dass die Fans für diesen Fall einfach irgendein Bundesliga-Manager Spiel öffnen und sich ein paar Namen mit den Vermerk “einfach mal kaufen” rausschreiben. Leider wird da häufig vergessen, dass das wahre Leben kein PC-Spiel ist.
Bei einen Spielertransfer spielen noch mehr Fragen eine Rolle, wie nur die Ablösesumme. Passt der Spieler wirklich ins Profil der Mannschaft? Passt er charakterlich ins Gefüge? Will der Verein ihn überhaupt gehen lassen? Und wenn, was will der Spieler – und vor allen Dingen wohin würde er gerne wechseln?
Aber besonders bei Transfers im Winter gibt es noch andere Komponenten. Beispielsweise gibt es kaum Top-Spieler, die nicht schon in der Hinrunde international gespielt haben und somit für die wichtigen Einsätze in der Champions League gar nicht mehr in Frage kommen. Die meisten Spieler sind schlichtweg Bankdrücker und würden beim FCB dann auch eher als Ergänzungsspieler in Frage kommen. Oder es sind qualitativ hochwertigere Spieler, die aufgrund einer langen Verletzung nicht spielen konnten und bei denen man nie weiß, wie lange sie brauchen um überhaupt wieder eine gute Leistung zu zeigen.

Diese Gedanken werden sich auch Karl Heinz Rummenigge und Christian Nerlinger machen. Und spätestens in vier Wochen wird die Gerüchteküche in Sachen Bayern-Transfers ordentlich kochen.

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