Kraft für Butt–Van Gaal verdient Respekt

Vor einigen Wochen hat die Vereinsführung des FC Bayern München gesagt, Louis Van Gaal sei nicht für die Transfers von Spielern zuständig, sondern für die Aufstellung.
Genau das hat der Trainer jetzt in Angriff genommen und sich offenbar dazu entschieden Thomas Kraft anstelle von Hans-Jörg Butt spielen zu lassen.

20-30 Millionen Euro würde es sich der FC Bayern wahrscheinlich kosten lassen, damit Manuel Neuer in der nächsten Saison Nachfolger von Butt wird.
Offenbar wollen die Bayern-Bosse die Fans ignorieren, die bisher den Aufstand probten und keinen “Ur-Schalker” im Tor des FC Bayern sehen wollen. Und so ganz scheint auch der Trainer nicht davon überzeugt.
Während ich bisher von der Gefahr ausging, dass Van Gaal Neuer zwar kommen lässt, ihn dann aber in einen offenen Zweikampf gegen einen anderen Torwart auflaufen lässt, baut der Trainer nun vor.

Der Verein befindet sich in einer unbeschreiblichen Drucksituation. Und genau in dieser Situation schmeisst er Thomas Kraft ins kalte Wasser um zu sehen, ob der junge Spieler sich beweisen kann. Ein Risiko, bei dem viele nun glauben, ein Scheitern könnte auch Van Gaal den Job kosten.

Halten wir fest, dass Hans-Jörg Butt sich überhaupt gar keinen Vorwurf machen muss. Es wäre durchaus möglich gewesen, dass die Bayern-Bosse noch eine weitere Saison mit ihn verlängern und Thomas Kraft in der nächsten Saison die “Ausbildung”, wie Van Gaal es nennt, bekommt. Man hätte im Falle eines zweiten “Rensing” auf den erfahrenen Butt zurückgreifen und sich dann für die Zukunft rüsten können. Das Problem bei der Angelegenheit ist die Sturheit der Bayern-Bosse, die offenbar unbedingt Manuel Neuer verpflichten wollen und über mögliche Alternativen wie Rene Adler scheinbar gar nicht nachzudenken scheinen. Und eben dieser Manuel Neuer müsst mit aller Wahrscheinlichkeit entweder im kommenden Sommer wechseln – oder gar nicht.

Man kann nur hoffen, dass Louis Van Gaal seine Entscheidung auch einen Hans-Jörg Butt gut vermitteln konnte und auf Verständnis gestoßen ist. Denn sollte das Experiment scheitern und Butt mittlerweile wegen Selbstzweifel nicht mehr 100% Leistung abrufen können – wird es schwierig. Sehr schwierig.

Ansonsten muss man Louis Van Gaal für diese Aktion aber höchsten Respekt zollen. Hoeneß und Rummenigge erklärten, sie wollen nach Jürgen Klinsmann wieder einen erfahrenen, gestandenen Fussball-Lehrer. Ein echter “Typ” sollte es sein. Und genau das macht den Bossen nun das Leben schwer, denn eine solche Person hat nicht vor als Marionette von übermächtigen Vereinsbossen zu fungieren. Und ehrlich gesagt ist es auch sein gutes Recht zu entscheiden mit welchen Spielern er den Erfolg suchen möchte. Schließlich ist es ja auch sein Kopf, der bei ausbleibenden Erfolg rollen wird.

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One response to “Kraft für Butt–Van Gaal verdient Respekt”

  1. Martin says :

    Ich denke nicht, dass Manuel Neuer beim FC Bayern glücklich wird. Bei den Fans ist er nach einigen provokativen Aktionen unten durch und van Gaal möchte ihn auch nicht. Für Neuer wäre der Wechsel ins Ausland die bessere Option, für die Bayern ist Kraft die bessere Option.

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