Watzkes Eigenlob im Sportstudio stinkt

“Eigenlob stinkt!”. Diesen Spruch haben wir doch alle schon mal zu hören bekommen, oder nicht?
Als ich in der heutigen Ausgabe vom ZDF-Sportstudio Hans-Joachim Watzke von Borussia Dortmund hörte, der das Sicherheitskonzept seines Vereines lobte, traute ich meinen Ohren kaum. Von Kathrin Müller-Hohenstein hätte ich mir gewünscht, dass sie sich einmal traut, kritisch nachzufragen.

Der BVB missachtet die Vorschriften offenbar gleich in mehreren sicherheitsrelevanten Bereichen. Ein verdeckter Test von "sport inside" beweist, dass man auch ohne entsprechende Qualifikation und vorherige Schulung im Dortmunder Stadion sofort als Ordner bei der Einlasskontrolle arbeiten kann.
Quelle: WDR.de

Im Dezember 2013 deckten die Kollegen von Müller-Hohenstein im verlinkten Beitrag auf, dass man in Dortmund als unterbezahlter Ordner alle Möglichkeiten hat, dieses gelobte Sicherheitskonzept zu umgehen.

Vielleicht ist es mir entgangen, aber ich habe seit diesem Bericht nichts mehr davon gehört. Ob der Verein diese Missachtungen der Vorschriften aus der Welt geschafft hat, oder ob es noch immer möglich ist, spontan am Stadion aufzutauchen und binnen weniger Minuten ungeprüft einen Job als Ordner zu bekommen.

Das anstehende Derby gegen Schalke soll das größte Polizeiaufgebot in der Bundesliga-Geschichte benötigen. Im aktuellen Sportstudio im Gespräch von Kathrin Müller-Hohenstein und Hans-Joachim Watzke ein Thema. Aber leider nicht eine Nachfrage, wie diesbezüglich der Stand der Dinge ist.
Stattdessen wünscht sich Watzke von der Politik Hilfe, die im Falle einer Körperverletzung die Täter für einige Zeit inhaftieren soll, damit Familie, Freunde und Arbeitgeber davon auch Notiz nehmen.

Ich bin weit entfernt davon, hier als Möchtegern-Sicherheitsberater in Erscheinung zu treten. Aber als interessierter Zuschauer hätte ich es gern gesehen, wenn man sich bei der Gelegenheit einfach mal erkundigt hätte, wie da der Stand der Dinge ist.
Immerhin werden Wochenende für Wochenende Unsummen an Steuergelder dafür aufgebracht, in und um den Stadien für Sicherheit zu sorgen. Da darf man doch von den Vereinen wenigstens erwarten, dass sie ihren Teil dazu verantwortungsbewusst beitragen.

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