It´s not a trick…

pep guardiola gesteht fehler ein

Mit 3:0 Toren besiegt Borussia Dortmund die beste Vereinsmannschaft der Welt, Bayern München, im eigenen Stadion. Nicht das Ergebnis, sondern die Art und Weise. Nicht nur die Art und Weise, sondern auch die Formkurve des Vereins. Sind denn alle vom eigenen Schulterklopfen so beeindruckt, dass niemand merkt, was gerade passiert!?

“Es kann sein, das ich einen Fehler gemacht habe. Dass es ein Fehler war, nicht so weiterzumachen.”
Pep Guardiola, 12. April 2014

Nein, Herr Guardiola. Es kann nicht sein, dass sie einen Fehler gemacht haben. Es ist so, dass Sie einen Fehler gemacht haben. Und noch schlimmer ist es eigentlich, dass sie mit Ihrer super, super sympathischen Art und Weise einen Matthias Sammer scheinbar dazu gebracht haben, vor lauter Schulterklopfen seine eigentliche Aufgabe zu vernachlässigen: Schwachpunkte erkennen, bevor sie Auswirkungen haben.
Es ist völlig unverständlich, wie man diese Entwicklung nicht sehen konnte.

Wohin, dachte man, führt es denn, wenn man den Spielern gleich mehrfach predigt, die Bundesliga-Saison wäre vorbei und man könne es ja locker angehen lassen?
Selbst als Fan vom Sofa aus konnte man erkennen, dass nach dem Hoffenheim-Spiel ein paar Funken flogen. Nach Augsburg wurde es ein Feuer. Und nachdem Dortmund uns im eigenen Stadion vorführte, brennt es.

Rotation? Wettbewerbsverzerrung? Die Konkurrenz ist mir doch am Ende des Tages völlig gleichgültig. Man hat sich einen Großkaliber geschnappt und sich mal gepflegt ins eigene Knie geschossen.

Gegen Manchester United gab es ein blaues Auge. 1:1 im Hinspiel war nicht unbedingt das erwartete Ergebnis. Und wäre im Rückspiel der Ausgleichstreffer nicht so schnell gefallen, während die Engländer mit dem Kopf noch beim Torjubel waren, hätte es alles ganz anders aussehen können. 
Will man sich gegen Real Madrid wirklich darauf verlassen, dass es schon irgendwie klappt? Mit dem Dortmund-Spiel konnte man sie zumindest psychisch nicht beeindrucken.

Pep Guardiola spricht davon, einen Trick finden zu müssen, damit die Mannschaft wieder in den Rhythmus kommt. Herr Guardiola, ich bin garantiert nicht annähernd so qualifiziert, wie Sie es sind. Aber diesen Trick beherrsche sogar ich: hören Sie doch einfach auf, den Spielern jegliche Motivation zu nehmen und dafür kleine Entschuldigungen wie “…Meisterschaft is over…” mit auf dem Weg zu geben.

Bei allen Vorschusslorbeeren, mit denen der Spanier beim FC Bayern angetreten ist, muss er sich nun einfach beweisen. Niemand liebt Rennpferde, die tolle Zwischenzeiten abliefern, kurz vor dem Ziel aber links abbiegen um ein wenig auf der Weide zu grasen.
Hört endlich auf mit der Zucker im Arsch Blaserei. Auch ein Pep Guardiola ist nicht unfehlbar und wenn er so offensichtliche Fehler macht, dann darf, nein, man muss es sogar, auch so bezeichnen dürfen.

 

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