“Politik-Pep” und Mandzukic-Abschied

Die aktuelle Entwicklung beim FC Bayern München bereitet mir immer wieder einmal die eine oder andere Sorge. Um mein Fazit vorweg zu nehmen, habe ich die Befürchtung, Pep Guardiola könnte in 2-3 Jahren beim FC Bayern nur einen Haufen verbrannter Erde hinterlassen.

Das politische Engagement von Pep Guardiola möchte ich inhaltlich nicht bewerten. Das sollen diejenigen, die sich auf diesem Gebiet besser auskennen. Und damit meine ich ganz gewiss nicht die Spanien-Urlauber unter den Stadion-Besuchern.
Grundsätzlich sehe ich es aber kritisch, wenn der Trainer auf politischen Demonstrationen auftritt und Erklärungen der Organisatoren vorliest.
Letztendlich vertritt Guardiola den FC Bayern München und jedes einzelne Wort fällt auch auf den Verein zurück.
Man stelle sich nur einmal vor, Spieler fordern dieses Recht auch ein, treten für unterschiedliche politische Forderungen und Parteien auf?
Die Klitschkos können das machen. Das sind Einzelsportler und vertreten in der Öffentlichkeit nur ihre eigene 2-Brüder-Firma. Es ist deren Sache, wenn sie damit anecken sollten.
Wenn ich mich zurückerinnere, dann sollte Carsten Jancker einst seine Haare wachsen lassen, nur damit er aufgrund seiner Glatze nicht in die rechte Ecke gestellt werden konnte. Der wollte damit gar kein politisches Zeichen setzen, hatte nur etwas gegen seine sich kräuselnden Haare…
Nun mag die Unabhängigkeit von Katalonien nicht mit Rechtsradikalismus zu vergleichen sein, aber es bleibt unterm Strich, was es ist: Politik. Und die polarisiert und spaltet nun einmal in der Regel.

Der Abschied von Mario Mandzukic hatte sich in den letzten Wochen angekündigt und nun hat er öffentlich Stellung dazu bezogen: Bayerns erfolgreichster Stürmer der letzten Saison will weg.
Offiziell sagt er dazu, er würde nicht ins System von Guardiola passen und habe deswegen auch eine Verlängerung ausgeschlagen. In zahlreichen Medien war allerdings schon vorher zu lesen, dass das Verhältnis von Mandzukic und Guardiola hinüber wäre.
Überhaupt vermehren sich die Aussagen von unzufriedenen Spielern. Ribery will seine Spielpausen anders gestalten. Müller will zukünftig langfristiger planen und vorher wissen, woran er ist. Martinez hat nicht auf mehrere Millionen Gehalt verzichtet, um nach einer Weltklasse-Saison die Qualität der Sitzbänke zu testen. Jupp Heynckes hatte es in der Triple-Saison überragend hinbekommen, jedem Spieler das Gefühl zu geben, er wäre ein wichtiger Bestandteil des Teams.
Guardiola galt als weltbester Trainer, er trat die Nachfolge von Heynckes an und muss sich, unfair oder nicht, mit ihm vergleichen lassen. Und dieser Vergleich fällt phasenweise negativ aus. Besonders in der Moderation und der Schlussphase der Saison.

Ich hoffe eigentlich nur, dass die Gesichter des Vereins, beispielsweise Bastian Schweinsteiger und Thomas Müller, die Geduld haben, diese Ära-Pep, durchzustehen. Es wäre ein unentschuldbarer Verlust für den Verein, wenn solche Spieler vergrault werden würden. Man sollte es realistisch sehen: Pep Guardiola ist jetzt hier und irgendwann woanders….

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