Jogi Löw: Stur oder konsequent?

Jogi Löw Rücktritt Nationaltrainer

Spätestens nach dem Spiel gegen Algerien steht in der Öffentlichkeit fest, Philipp Lahm muss dringend wieder als Rechtsverteidiger spielen. Der Bundestrainer auf dem Sofa bekommt in seiner Meinung Unterstützung von namenhaften Trainern, Experten und unzähligen Medien.
Dabei ist die Forderung eigentlich nur ein Kompromiss, denn genau genommen ist die linke Abwehrseite noch viel anfälliger. Und wie der Zufall es so will, war Lahm auf dieser Seite ebenfalls auf einem Weltklasse-Niveau. Ein Wechsel auf die linke Seite verweigert der Kapitän nicht nur, es wäre zum jetzigen Zeitpunkt, ohne Gelegenheit sich wieder einzuspielen, auch eine große Gefahr.

Bleibt die Frage im Raum stehen, ob Lahm nun wieder als Rechtsverteidiger, oder im Mittelfeld spielen soll. Es ist egal, welche Meinung man dazu hat, denn Jogi Löw hat sich entschieden: “Philipp Lahm bleibt im Mittelfeld. Bis zum Schluss.”.

Nun wirft man dem Bundestrainer vor, er sei stur und beratungsresistent. Ich erinnere mich an Mehmet Scholl, der in der ARD einige Ideen für Veränderungen hatte, aber sie nie wirklich äußern wollte. Er deutete es immer nur an, wollte aber wohl sagen, dass diese Ideen garantiert nie umgesetzt würden, wenn sie erst einmal in der Öffentlichkeit diskutiert werden. Im Prinzip also: ja nicht laut aussprechen, sonst macht der Löw es garantiert nicht.
Klingt also nach Sturheit um jeden Preis.

Jogi Löw hat das Recht, stur zu bleiben. Oder positiver ausgedrückt, muss er als Bundestrainer konsequent seine Entscheidungen zu treffen. Dann allerdings auch mit allen Konsequenzen, die eine solche Position mit sich bringt!
Und die heißt: Top oder Flop. Siegen, oder fliegen.

Die Entwicklung der deutschen Nationalmannschaft ist äußerst positiv. Wenn Jogi Löw aber nicht in der Lage ist, den letzten Schritt dieser Entwicklung zu gehen, muss man die Konsequenzen ziehen. Löw hatte hierfür 4 Turniere (EM/WM) als verantwortlicher Trainer die Gelegenheit. Schafft er es nicht, wäre es eben auch nur konsequent, die entsprechenden Rückschlüsse zu ziehen und das Zepter an jemanden zu übergeben, der das Werk “Die Nationalmannschaft” vollenden kann.

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