Der neue Frieden

Schweinsteiger Grosskreutz Entschuldigung Video Skandal

In den eigenen vier Wänden macht man gelegentlich Dinge, die man außerhalb dieser heimischen Atmosphäre wohl eher nicht tun würde.
In ähnlicher Lage fühlte sich auch wohl Bastian Schweinsteiger, als er in übersichtlicher Runde von Freunden und Bekannten den mittlerweile bekannten Schmähgesang anstimmte.

Mindestens einen dieser Bekannten war es wohl nicht so bewusst, dass der Bayern-Spieler sich in einer privaten Atmosphäre wägte, er veröffentlichte ein Video davon und schämt sich hoffentlich mittlerweile für seine Indiskretion.

So schlimm es auch sein mag, dass die Fussball-Profis mittlerweile gar nichts mehr machen können, ohne das irgendwer ein Smartphone in die Luft hält, es hat auch etwas Gutes …
Die Reaktionen von Bastian Schweinsteiger, Kevin Großkreutz und dem Verein Borussia Dortmund waren wunderbar!
Nur kurze Zeit nachdem es in den Medien groß aufgezogen wurde, entschuldigte sich Bastian Schweinsteiger per Videobotschaft aus dem Urlaub bei Fans, Spieler und dem Verein.
Zuerst reagierte Großkreutz, der wohl am besten weiß wie es sich anfühlt, wenn man mal die Grenzen ausgereizt hat. Er fand es nicht cool, reagierte aber gelassen und betonte noch einmal, wie viel er Bastian zu verdanken habe. Ganz offensichtlich wurden die beiden Spieler während der Weltmeisterschaft tatsächlich zu Freunden.
Einige Zeit später gab es auch von Borussia Dortmund eine Reaktion. Sie nahmen nicht nur die Entschuldigung wie ganz selbstverständlich an, sondern nahmen es auch noch mit Humor. Sie nutzten den schiefen Gesang als Steilvorlage und boten Hilfe in Sachen Gesangsunterricht an.

Dieser neue Frieden… Herrlich! Wunderbar!
Einen ersten Vorgeschmack erhielt man schon während der WM-Feier in Berlin, als Julian Draxler (Schalke04) seinen Kollegen Kevin Großkreutz (Borussia Dortmund) mit dem Song “Rück den Döner raus” auf dem Arm nahm. Der konterte später auf Instagram mit der Meisterschaftsschale, die er wohl rausrücken könnte

Der gemeinsame Erfolg ließ die Fussballer offenbar nicht nur näher zusammenrücken, sie präsentieren sich auch deutlich entspannter, nehmen Verein und andere Außenstehende mit ins Boot.
Und genau so soll es sein. Die sportliche Rivalität ist wichtig und macht die Bundesliga spannend. Aber diese ganzen Soap-Elemente der letzten Jahre braucht eigentlich kein Mensch. Das Vereins-Bosse nicht mehr miteinander essen gehen, man ständig nur von sogenannten Giftpfeilen liest, alles unnötig.
Die sportliche Rivalität im Zusammenspiel mit einer gehörigen Portion Humor… und alle gehen etwas entspannter durchs Leben. Vielleicht färbt es auch irgendwann auf die virtuellen Hooligans der sozialen Netzwerke und Kommentarfunktionen ab, mit denen meistens vor lauter Beleidigungen und Stammtischparolen keine sinnvollen Diskussionen mehr möglich waren.

Der neue Frieden zwischen sportlichen Kameraden und Konkurrenten – ich finde ihn großartig!

Advertisements

Schlagwörter: , , , , , ,

Dein Kommentar (keine Anmeldung notwendig):

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s