FC Bayern stoppt Autogramm-Abzocke

Der FC Bayern München wird in den nächsten Tagen in den USA verweilen. Die große Promotion-Tour inklusive der zwei Testspiele beinhaltet auch diverse Autogrammstunden mit Spielern des Vereins.

Wenn Xherdan Shaqiri und Holger Badstuber im New Yorker Paulaner Bräuhaus die Stifte schwingen, gibt es für die Gäste sogar verbilligte Getränke. Auch im T-Mobile Store werden Autogramme von Spielern verteilt, aber niemand kam da auf die Idee, dies an einen Handyvertrag zu knüpfen.
Lediglich im New Yorker ADIDAS Store wurde nun versucht, mit den Bayern-Stars den Umsatz anzukurbeln!

Nur Kunden die bei ihren Besuch im Store auch Fan-Artikel im Wert von etwa 55 Euro erwerben, bekommen ein Armband verpasst, welches den Einlass zur Autogrammstunde des FC Bayern berechtigt. Eine Garantie auf ein Autogramm ist allerdings auch das nicht. Ganz offensichtlich eine übliche Praxis in diesem Geschäft. ►Hier gibt es beispielsweise einen Artikel über die Autogrammstunde der New York Red Bulls im Jahr 2012. Auch für den Zugang zum MLS-Team musste für einen Mindestwert in Höhe von 50 Dollar eingekauft werden.
Laut der TZ sind während der Aktion noch nicht einmal Fotos mit den Spielern erlaubt.
Wenn man sich das mal überlegt, könnte man ja direkt den neuen Trend “Flitzer-Selfie” mitmachen. Ein Ticket für ein Bundesliga-Spiel in der Allianz-Arena kostet zwischen 15 und 70 Euro. Wer es an den Sicherheitsleuten vorbeischafft, muss nur noch schnell genug seinen Lieblingsspieler erreichen und darauf hoffen, dass er, ähnlich wie Javi Martinez beim Telekom-Cup, kurz in die Kamera lächelt.

Doch Spaß beiseite, das Thema ist dem Verein nämlich aus nachvollziehbaren Gründen sehr ernst.
Der FC Bayern macht bei dieser Autogramm-Abzocke allerdings nicht mit! ADIDAS Deutschland hat bereits Kontakt mit den Kollegen in den USA aufgenommen. Und Markus Hörwick, Pressesprecher des FCB, erklärte: “Der FC Bayern hat davon nichts gewusst. Wir verlangen vom ADIDAS Store, dass diese Bedingungen zurückgenommen werden. Sonst findet die Autogrammstunde mit den Bayern-Spielern nicht statt.”

Ob man sich da mittlerweile einig geworden ist, steht nicht fest. Laut der TZ wurde der Termin vorübergehend ersatzlos gestrichen.
Es wäre auch wirklich kontraproduktiv, wenn man Werbung für den Verein und den deutschen Fussball machen möchte, aber die Sponsoren “Eintrittsgeld” für die Autogrammstunden nehmen. Das es ganz anders geht, zeigt ja das Beispiel der Telekom. Oder Paulaner, die mit der Aktion ja sogar noch drauflegen.

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