Über den (Un)Sinn einer US-Tour des FC Bayern

us tour fc bayernDie Promotion-Tour des FC Bayern München ist nicht unumstritten. Vor allem Anhänger anderer Vereine verstehen nicht, warum “…der Sammer erst wegen der WM und dem frühen Bundesligastart jammert, aber jetzt so eine Werbetour veranstaltet wird…”.

Aus der sportlichen Sicht ist eine solche Reise wohl tatsächlich vollkommener Unsinn. Die Zeit hätte man sicherlich besser für eine intensive Vorbereitung genutzt.
Fussball ist aber schon lange nicht mehr “nur Sport”. Um im Profigeschäft bestehen zu können, muss vernünftig gewirtschaftet werden. Von irgendwo muss das Geld kommen, um den Sport überhaupt finanzieren zu können.
Der alte Spruch “ohne Moos nichts los” gilt für alle Vereine, das hat der FC Bayern nicht exklusiv.
Egal ob die Vereine nun bereits an der Börse sind oder einen finanzstarken Sponsoren haben, ohne Abstriche geht es nicht.
Manchmal muss man mit dem neusten Model von Mercedes Spritztouren drehen, Trikots mit Unterschriften verteilen, Sponsorenspiele bestreiten oder Werbeclips drehen. Das alles kostet immer Zeit und Mühe, gehört aber, ich wiederhole mich, dazu.

Zudem muss man dem FC Bayern zugestehen, dass diese Promotion-Tour keine alleinige Ego-Tour ist. Wenn heute Nacht um etwa 2 Uhr unserer Zeit das Testspiel gegen CF Guadalajara angepfiffen wird (live auf ran.de), dann geschieht das auch im Dienste der Bundesliga.
Die Auslandvermarktung, besonders die Übertragungsrechte, haben noch sehr viel Potential und der FC Bayern profitiert davon nur anteilsmäßig, genau wie jeder andere Verein auch. Nur das der FC Bayern aktuell mit seiner US-Tour eine zusätzliche Belastung und ein hohes sportliches Risiko in Kauf nimmt.

Sicherlich erwarten sie dafür keine Blumen oder Präsentkörbe. Aber man kann es zumindest berücksichtigen, bevor man kritisiert.

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One response to “Über den (Un)Sinn einer US-Tour des FC Bayern”

  1. Hausverwaltung Essen says :

    Der einzige Grund hierfür ist doch Marketing.
    Man möchte neue Märkte eschließen und die ‚Marke‘ dort bekannt machen – nicht mehr aber auch nicht weniger.

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