Reus zum FC Bayern: Warten auf ein Zeichen

marco reus transfer fc bayern münchen

Als Marco Reus 2012 von Borussia Mönchengladbach zu Borussia Dortmund wechselte, stand er auch auf der Wunschliste des FC Bayern München.
Warum der Ex-Gladbacher damals die Schwarz-Gelben bevorzugte, darüber sind sich die Fan-Lager natürlich nicht einig. “Angst auf der Bank sitzen zu müssen…” war da zu hören. Ein Argument, welches man wohl nachvollziehen kann, wenn man bedenkt, wie es zuvor dem Kollegen Alexander Baumjohann erging. Vielleicht glaubte er aber auch den Medien und sogenannten Experten, die bereits die Wachablösung im deutschen Fussball vorhersagten und in Dortmund die langfristige und neue Nummer 1 in der Bundesliga sahen.
Unter Umständen war es eine Mischung aus allen Faktoren. Gepaart mit der Fähigkeit von Jürgen Klopp, junge Spieler für seine Ideen zu begeistern.
Seitdem sind aber einige Zeit vergangen und über die Gründe kann man sowieso nur spekulieren.

Momentan sieht es danach aus, als würden die Karten schon wieder bald neu gemischt. Marco Reus soll eine Ausstiegsklausel im Vertrag haben, wonach er, ähnlich wie zuvor sein Freund Mario Götze, den Verein nächstes Jahr für eine festgelegte Summe verlassen darf.
Nun gab es eine interessante Reihe an Schlagzeilen und Reaktionen.

Den Anfang machten die Medien mit der Meldung, Guardiola hätte gern Reus verpflichtet, die Bosse wollten aber nach Götze und Lewandowski dem Konkurrenten aber nicht noch einen Spieler stehlen.
Diese große Geste erwies sich mittlerweile als nicht richtig.
Es dürfte auch unwahrscheinlich sein, dass Dortmund die Lewandowski-Strategie, die sich ja bekanntlich für den Verein durchaus gelohnt hat, nicht noch einmal durchzieht. Das heißt, Reus würde auf gar keinen Fall bereits dieses Jahr wechseln, sondern – wenn überhaupt – erst im nächsten Jahr, wenn die Ausstiegsklausel dem BVB keine andere Wahl lässt.
Nun folgte eine vielsagend-nichtssagende Aussage von Karl Heinz Rummenigge. Demnach plane man nicht mehr so langfristig und würde erst einmal abwarten, was nächstes Jahr ist und welche Spieler man benötigen würde.

Das klingt nur bedingt glaubhaft, denn mit Rode und Lewandowski feierten gerade zwei Spieler ihr Debüt beim FC Bayern, deren Transfers langfristig eingeplant waren.

Es scheint, als würden alle Seiten auf ein Zeichen von Marco Reus warten. Borussia Dortmund, die angeblich bereit sind einen neuen Vertrag, ohne Ausstiegsklausel und mit höheren Zahlungen, mit Reus abzuschließen. Und natürlich der FC Bayern München, der sich schon allein aus Imagegründen keine zweite Abfuhr von Marco Reus erlauben könnte.

Nicht zu vergessen ist natürlich eine dritte Option für den jungen Nationalspieler, denn auch ohne WM-Teilnahme ist den ausländischen Vereinen nicht entgangen, dass der Dortmunder Fussball spielen kann.

1, 2 oder 3 – Marco Reus muss sich entscheiden. Reus hat zwar noch eine komplette Saison um die Zeichen zu setzen, aber wenn die Medien weiterhin am Ball bleiben, werden zuerst die Fans und in Folge auch irgendwann der Verein auf eine Entscheidung drängen.

Foto: Michael Kranewitter – CC BY-SA 3.0

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