Gewonnen und doch verloren: Celtiv Glasgow vs Legia Warschau

Wie bitter der Fussball sein kann, dürfte Legia Warschau und die Fans des polnischen Vereins nun erfahren haben.
Nachdem bereits das Hinspiel in der Champions League Qualifikation gegen Celtic Glasgow mit 1:4 gewonnen wurde, war der Einzug in die Playoffs der Königsklasse nach dem 0:2 im Rückspiel perfekt. Eigentlich…
Kurz vor Ende des Spiels wechselte Legia Warschau mit Bartosz Bereszynski einen nicht spielberechtigten Akteur ein. Glasgow reichte deswegen nach dem Spiel eine Beschwerde ein, die heute von der UEFA als gerechtfertigt angesehen wurde.
Die UEFA wertete aufgrund des Regelverstoßes das Spiel mit 3:0 für Glasgow. Der korrigierte Spielstand nach beiden Spielen und der UEFA Entscheidung: 4:4.
Aufgrund der Auswärtstorregel heißt das, Glasgow in nun doch dabei – während Warschau den Einwechselfehler teuer bezahlen muss.

Aus sportlicher Sicht muss sich eine solche Niederlage am runden Tisch bitter anfühlen. Nein, katastrophal trifft es wohl vielleicht eher. Kaum auszudenken, wie oft Trainer Henning Berg diesen einen Spielerwechsel in den nächsten Tagen und Wochen noch bereuen wird.

Wie fair ist eine solche Entscheidung am runden Tisch? Natürlich muss ein solcher Fehler in irgendeiner Form bestraft werden. Die Wertung von 3:0 für den benachteiligten Verein ist zwar so festgeschrieben, aber unterm Strich trotzdem willkürlich. Hätte Glasgow zuvor ein Tor weniger geschossen, wäre Legia trotz Regelverstoßes in der nächsten Runde und die Bestrafung wäre überflüssig gewesen.
Auf der anderen Seite leidet der polnische Verein nun sportlich und finanziell aufgrund eines Fehlers, der, unter Umständen, überhaupt keinen sportlichen Einfluss auf das Ergebnis hatte.
Das Leben ist nicht immer fair. Und das gilt auch für den Sport, respektive dem Fussball. Patentlösungen gibt es für solche Probleme wohl nicht. Aber vielleicht sollte man sich überlegen, wie es Spieler ohne Spielberechtigung überhaupt auf die Ersatzbank geschafft haben? Unter Umständen könnte man da schon im Vorfeld Fehler vermeiden, wenn man auch seitens der UEFA einfach mal genauer hinschaut.
Und grundsätzlich sind, wenn organisatorisch vielleicht auch schwierig umzusetzen, Spielwiederholungen wohl die bessere Wahl. Weil… “respect the game”… und aus zahlreichen anderen Gründen, die von den Verbänden immer so gern als PR-Slogans genutzt werden.

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