Tim Wiese und das Angebot der WWE

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Es war ein harmloses Selfie des Ex-Torwarts Tim Wiese, der sich offenbar nach dem Workout vor dem Spiegel fotografierte. Wochenlang war der Ex-Bremer und Hoffenheimer das Thema im Sport-Boulevard.
Im Rahmen des Abschiedsspiels für “das Ailton” trat er nun erneut öffentlich auf und wieder tobt der Blätterwald: Tim Wiese hat ein offizielles Angebot der WWE! Tim Wiese soll Wrestler werden!

In Deutschland klingt das erst einmal ungewohnt. Wrestler, das sind doch diese Showkämpfer, die brüllen rum, tun so als würden sie sich verhauen und so weiter. In den USA ist “World Wrestling Entertainment” aber schon längst in höhere Regionen vorgestoßen. Eben Entertainment. Sports-Entertainment. Mit sehr guten Einschaltquoten und einem Unternehmen dahinter, welches man in dieser Größenordnung in Deutschland wohl vergeblich suchen wird.
Es ist nicht ungewöhnlich, dass jemand aus einer anderen Sportart zum Wrestling wechselt. Zumindest nicht in den USA.

Die WWE suchte offenbar seit längerer Zeit einen deutschen Wrestler, der hierzulande das Aushängeschild der Firma werden und Interesse wecken sollte. Wenn es stimmt, was man so mitbekommt, dann gab es einige Try-Outs (vielleicht mit “Probearbeiten” zu vergleichen), die aber offenbar nicht den Anforderungen entsprachen.
Als man seitens der WWE nun auf Tim Wiese aufmerksam wurde, gab es ein offizielles Angebot. Nach einer einjährigen Ausbildung im firmeninternen Ausbildungscenter, könnte Tim Wiese für die WWE tätig werden. Für den deutschen Markt hätte das Unternehmen nicht nur das gewünschte Gesicht, sondern durch den Bekanntheitsgrad auch noch eine unbezahlbaren Promotion-Effekt.Übrigens soll die Bezahlung auch nicht unbedingt schlecht sein. Nicht zu vergleichen mit dem Gehalt eines Nationalspielers, aber es wird reichen, um drei mal am Tag etwas essen zu können.

Wenn ich nun lese, dass deutsche “Hobby-Wrestler” (sie verdienen sich ihren Lebensunterhalt nun einmal in anderen Berufen) Tim Wiese herausfordern, dann muss ich mit dem Kopf schütteln. Klar, da wollen Menschen wir der SPD-Bundestagsabgeordnete Matthias Ilgen diesen Promotion-Effekt ganz schnell für ihre Zwecke ausnutzen.
Tim Wiese wäre doch wirklich, man möge bitte meine Wortwahl entschuldigen, strunzblöd, wenn er anstelle des WWE-Angebotes lieber so eine Herausforderung annimmt, um in einer halbvollen Turnhalle aufzutreten.
Das wäre ungefähr so, als würde ein guter Fussballspieler mit hoffnungsvollen Karriereaussichten nicht zu Real Madrid gehen, sondern lieber in einer Thekenmannschaft auf dem örtlichen Sportplatz kicken.

Eine Rückkehr als aktiver Profispieler wird es für Tim Wiese sehr wahrscheinlich nicht mehr geben. Er wäre gut beraten, das Angebot der WWE anzunehmen. Wenn es gut läuft, könnte das auch gleichzeitig der Einstieg in “Mainstream-Action-Filmen” sein, die ja ebenfalls unter dem Dach der WWE zahlreich gedreht werden.
Diese Aussichten sind auf jeden Fall  ansprechender, als, ähnlich wie zuvor diverse Kollegen, irgendwann im RTL-Dschungelcamp zu sitzen.
Alternativ könnte Tim Wiese natürlich auch vom aktiven Profisport, gleich welcher Art, fernbleiben und einfach nur seinen erreichten Wohlstand genießen.

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