Geisterspiel ist grober Unfug!

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Im Champions League Spiel gegen Viktoria Pilsen gab es seitens der Moskauer Fans rassistische Vorkommnisse. ZSKA Moskau wurde deswegen im Februar von der UEFA zu einer Geldstrafe in Höhe von 50.000 Euro und einem Champions League Spiel unter Ausschluss der Öffentlichkeit verurteilt.
Dieses Spiel wird am Dienstag um 18 Uhr gegen den FC Bayern München stattfinden. Auf Bilder, wie oben zu sehen, werden wir also verzichten müssen.

Das Rassismus im Stadion bestraft werden muss, steht außer Frage. Die Vereine mit Geldstrafen zu belegen, ist wahrscheinlich nicht wirklich effektiv. 50.000 Euro zahlen diese Vereine aus der Portokasse. Und die wahren Verantwortlichen lesen davon höchstens in den Medien, stören sich daran aber nicht weiter und machen weiter, wie zuvor.

Ein Spiel unter Ausschluss der Öffentlichkeit zu veranstalten, trifft aber nicht nur die Täter, sondern eben auch zahlreiche Unschuldige und schadet sogar dem Sport.

Wie Karl-Heinz Rummenigge beklagte, gibt es unter den Bayern-Fans zahlreiche Personen, die seit 25 Jahren kein Auswärtsspiel verpasst haben. Aber es sind nur die Fans des Gegners, es sind auch die Spieler auf dem Platz, die sich in dieser ungewohnten Atmosphäre zurechtfinden müssen. Unter Umständen sind die Einflüsse, Zeitschiebung, Klima und eben die ungewohnte Atmosphäre, sogar so ausschlaggebend, dass die Heimmannschaft einen sportlichen Vorteil davon hat.

follow on facebookBestraft werden auch die TV-Zuschauer, die sich weltweit ein Spiel mit emotionsloser Atmosphäre anschauen müssen.
Gute Werbung für den Sport sieht anders aus…

Man muss sich nun also die Frage stellen, wie ideenlos die Funktionäre der UEFA sind, eine solche Strafe zu verhängen?
Wäre es nicht angebrachter, ZSKA Moskau das Heimrecht zu entziehen? Es wäre völlig unproblematisch, beide Vorrundenspiele in München stattfinden zu lassen. Am Mittwoch selbstverständlich unter Ausschluss der Gäste-Fans.
Man hätte gleich mehrere Probleme gelöst. Der russische Verein wäre bestraft, hätte keinen Vorteil durch die Strafe, unschuldige Fans des Gegners wären nicht betroffen und man könnte verhindern, im TV einen schlechten Eindruck zu hinterlassen.
Alternativ dazu wäre auch ein neutraler Austragungsort noch nachvollziehbar gewesen.

Es gibt sicherlich einige Optionen, die man hätte ziehen können. Aber so wie die UEFA es nun umsetzt, ist es schlichtweg grober Unfug.

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