Nicht so schnell…

jürgen klopp close up

Als Borussia Dortmund über zwei Spielzeiten dem FC Bayern München enteilte, begleiteten die Medien diese Entwicklung mit den Schlagworten “Auf Augenhöhe” und “Wachablösung”.

Von einer temporären Entwicklung ging niemand aus. Dabei gab es schon vorher zahlreiche Vereine, die nur über einen gewissen Zeitraum als direkter Konkurrent taugten und dann irgendwann abstürzten.

In dieser Saison stürzte auch Borussia Dortmund. 50 Millionen Euro investierte man in die aktuelle Mannschaft und bediente sich bei Konkurrenten aus der Bundesliga, die ihre Spieler nicht halten konnten. Die Schuld für diesen Absturz beim FC Bayern München zu suchen, die sich die Dienste des abwanderungswilligen Robert Lewandowski sicherten, ist einfach. Zu einfach.

Als die Schwarz-Gelben dann im Spiel gegen Borussia Mönchengladbach mit einem kuriosen Eigentor von Kramer mit 1:0 gewannen, titelten zahlreichen Medien mit “Kehrtwende!”.
Der BVB siegte durch ein Eigentor des Gegners. Und nur dadurch. Es war kein Dosenöffner oder zumindest eine Situation, in der man den Gegner förmlich dazu zwang, sich selbst abzuschießen. Nein. Kramer erzielte diesen Treffer, ohne wirklich in Not geraten zu sein, vom Mittelkreis aus.
Und das sollte die Kehrtwende in Sachen Leistung, Qualität und Erfolg bei Borussia Dortmund sein?

Das vorläufige Resultat dieser voreilig und offenbar sehnlichst herbeigewünschten Kehrtwende war ein 2:2 Unentschieden gegen den Aufsteiger Paderborn. Und erneut rutschte der BVB in den Keller der Bundesliga.

Mittlerweile fleht der BVB-Boss seine Spieler auf der Mitgliederversammlung förmlich an, der öffentlichen Meinung nicht mehr zu glauben. Man würde es nicht “…irgendwie schon schaffen…”. Man befindet sich im Abstiegskampf. Und je früher man das realisiert, desto eher hat man die Möglichkeit, dem standzuhalten.

Aus Sicht eines Roten ist diese Entwicklung nur am Rande interessant. Wie lange kann man am Trainer festhalten? Geht man mit Klopp auch notfalls in die zweite Liga? Wie viele Niederlagen braucht es noch, bis die Mannschaft zerbricht? Oder was muss passieren, damit es tatsächlich eine Kehrtwende gibt?
Unterm Strich zählt aber nur der eigene Erfolg. Auch, oder ganz besonders, als Roter.

Den Medien und Erfolgsfans zukünftiger, temporärer Konkurrenten möchte man mit dem auf dem Weg geben, dass sie vielleicht nicht ganz so schnell mit Begriffen wie “Rang abgelaufen”, “Wachablösung” und dergleichen um sich werfen. Dann könnte sich vielleicht mal langfristig etwas entwickeln.

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