Kompromiss im Ärzte-Zoff

Dem FC Bayern München scheint eine harmonische Rückrunde ins Haus zu stehen. Mit der obigen Mitteilung über Twitter wurde ein weiterer interner Streitpunkt stillgelegt.

Unzufriedene Spieler, die aufgrund ihrer geringen Einsatzzeiten mal einen Kommentar abgeben, gibt es immer wieder. Für zwei dieser Kandidaten wurde in den letzten Tagen eine Lösung gefunden.
Pierre Emile Hojbjerg wurde an den FC Augsburg verliehen und kann sich, nach einer Vertragsverlängerung mit dem FC Bayern, in der Nachbarschaft Spielpraxis verschaffen.
Xherdan Shaqiri, der sich noch häufiger und deutlicher über seine Rolle beim FC Bayern beschwerte, wurde erwartungsgemäß in der Winterpause zu einem anderen Verein transferiert und spielt ab sofort in der Serie A für Inter Mailand.

Ein Streitpunkt der etwas anderen Art war die medizinische Versorgung beim FC Bayern München. Nun ist Dr. Müller-Wohlfahrt (nicht nur) in Deutschland so bekannt und genießt einen ausgezeichneten Ruf, dass man sich schon fragen könnte, wo genau denn da das Problem liegen könne.
Pep Guardiola war es vom FC Barcelona gewöhnt, dass der Arzt ausschließlich für den Verein und auf dem Vereinsgelände tätig war. “Mull” hingegen bestand darauf, seine tägliche Arbeit in der Praxis weiter nachgehen zu können. Verletzte sich ein Spieler im Training, wurden die Eisbeutel vom Physiotherapeuten aufs Bein gelegt, auch als “Erstversorgung” bekannt, und wurde dann in die naheliegende Praxis gefahren.
Nun übernimmt der Sohn von Dr. Müller-Wohlfahrt diese Erstversorgung an der Säbener-Straße. Der ist ebenfalls Arzt, genauer gesagt Orthopäde, und hat seine Doktorarbeit, wie sollte es fast anders sein, über Muskelverletzungen geschrieben, so war es zumindest in den Medien zu lesen.
”Ich freue mich über diese große Aufgabe.”, ließ “Mull-Junior” wissen und die Zeitungen veröffentlichten überwiegend ein Bild vom neuen Doc und Bastian Schweinsteiger, die schon vertraut miteinander scherzten.

Ein cleverer Schachzug, ein toller Kompromiss und wieder ein Streitpunkt weniger beim einstigen “FC Hollywood”, der systematisch daran arbeitet, demnächst “FC Harmonica”, oder so ähnlich, genannt zu werden.
Ich könnte mir schlimmere Szenarien vor einer Rückrunde ausmalen. Wahrscheinlich wären sie in schwarz-gelb gehalten.

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