Arjen Robben: Der Unterschied

Arjen Robben Collage

Arjen Robben macht den Unterschied. Ein Satz, den man in den letzten Tagen, Wochen und Monaten immer wieder nach Spielen des FC Bayern München gehört hat.
Und unmittelbar danach gibt es immer wieder den Verweis auf ein Ereignis im Mai 2012…

Arjen Robben kehrte einst verletzt von der Nationalmannschaft zurück. Es wurde zu einem Politikum, wer nun genau Schuld an der Schwere dieser Verletzung haben sollte. Irgendwann einigte man sich darauf, dass es als Entschädigung für den langen Ausfall des Spielers ein Freundschaftsspiel zwischen der niederländischen Nationalmannschaft und dem FC Bayern München geben sollte.
“Das Spiel, das niemand braucht”, wurde es dann inoffiziell genannt, nachdem der FC Bayern innerhalb einer Saison 3x den zweiten Platz belegte und unmittelbar nach der bitteren Niederlage im “Finale dahoam” noch einmal auflaufen musste.
Arjen Robben, der kurze Zeit zuvor erst einen wichtigen Elfmeter gegen Borussia Dortmund, später dann gegen Chelsea verschoss, wurde gnadenlos von den eigenen Fans ausgepfiffen.

Der einstige Buhmann heute der Liebling der Massen? Was für Außenstehende wie das Verhaltens einer “Fahne im Wind” wirkt oder in den Medien immer noch als “peinlicher Fauxpas” betitelt wird, sehe ich völlig anders.

Arjen Robben war damals ein anderer Spieler. Hinter seinem Rücken soll er “Alleinikov” genannt worden sein, weil sein Ego größer war, als der Wille im richtigen Moment einen anderen Spieler in Szene zu setzen.
Es soll nicht nur zu körperlichen Auseinandersetzungen mit Ribery gekommen sein, auch außerhalb des Teams wollte man seine Ego-Schiene, zu dessen Sinnbild die wichtigen und verschossenen Elfmeter galten, nicht mehr tolerieren.
Aus dieser unzufriedenen Situation folgten die Pfiffe, die ungewohnt scharf von allen Seiten verurteilt wurden.

Vielleicht waren diese Pfiffe im Jahre 2012 aber auch der Anlass für Arjen Robben, sich neu zu erfinden.
Vom “Alleinikov” keine Spur mehr. Robben übernimmt Verantwortung, geht voran …, spielt aber mannschaftsdienlicher als je zuvor und stellt den gemeinsamen Erfolg über allem. Ein richtig guter Spieler war Arjen Robben auch schon vor dem “Streit” mit den pfeifenden Fans. Aber seine Entwicklung seit diesem Vorfall macht ihn zu dem Spieler, der nun ständig “Der Unterschied” genannt wird.

In der Saison 2014/2015 kann Arjen Robben, wenn es weiterhin so positiv läuft, Torschützenkönig der Bundesliga werden. Für seine unglaubliche Entwicklung und seinen Einsatz für den FC Bayern München, würde ich ihm diesen persönlichen Erfolg und diese Ehrung wünschen, wie keinem anderen Spieler zum jetzigen Zeitpunkt. 
“What goes around, comes around.” Oder “Wie man in den Wald hinein ruft, so schallt es heraus.”. Also einfach eine Belohnung, die er sich für seine persönliche Entwicklung mehr als verdient hätte.

Arjen Robben. Nummer 10. Der Unterschied.

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