Echte Sorge: Was geht beim BVB?

jürgen klopp nicht aggressiv

Ob Jürgen Klopp an der Seitenlinie seine Emotionen auslebt oder die Fans im Stadion für Stimmung sorgen, bei Borussia Dortmund ist eigentlich immer Feuer drin.
Einige Beobachtungen werfen aber die Frage auf, ab wann ordentlich Feuer zu einem Pulverfass wird?

Es ist nicht die sportliche Situation, die mir Sorgen bereitet, sondern einige Beobachtungen, teilweise auch älter, die in den Medien zwar Erwähnung finden, aber gefühlt auch nicht so groß aufgezogen werden.
Den BVB zu kritisieren scheint auch nicht einfach, denn sie verfolgen seit einigen Jahren einen geschickten Weg der Außendarstellung. Hier der sympathische, leidenschaftlich kämpfende Underdog, auf der anderen Seite die Bösen.

Vor kurzem gab es im Stadion den Banner “Ultras & Hooligans – Wir sind der Verein”. Und am letzten Wochenende legte man mit der Solidarisierung der Kölner Krawallmacher nach: “Je suis Boyz Köln”.
Ohne solche Plakate über zu bewerten, kann man davon ausgehen, dass es zumindest gewisse Tendenzen zu verzeichnen gibt. Passend dazu gibt es ältere Berichte über rechtsradikale BVB-Ordner, die nicht nur den kompletten Security-Bereich im Griff haben, sondern auch gern selbst noch vereinzelte Personen zusammengeschlagen haben sollen.
Wie so etwas sein kann, das kann man sich nach einem Test des WDR´s sehr gut vorstellen. Bereits 2013 stellte man im Rahmen einer Recherche fest, dass jeder Hans und Franz zum Stadion kommen und als Ordner arbeiten kann. Unterbezahlt. Ungeschult. Aber sogar in wichtigen Positionen wie beispielsweise der Einlaßkontrolle, die eigentlich dafür sorgen sollte, dass im Stadion anstelle von Pyro und Gewalt nur feiernde Fussball-Fans zu finden sind.
Noch immer habe ich keinerlei Informationen darüber gefunden, ob der BVB sein Problem mit dem Ordnungsdienst mittlerweile in den Griff bekommen hat. Wie man in den obigen Artikel lesen kann, scheinbar nicht.

Gleichzeitig verwendet man seitens der Vereinsspitze immer wieder sehr bildliche Darstellungen der eigenen Situation. Zuletzt von Hans Joachim Watzke, der davon sprach, die Bayern hätten ihnen Herzstücke rausgerissen.
Ich finde es in Ordnung, wenn man in der Bundesliga eine gewisse Rivalität pflegt und klappern gehört bekanntlich zum Handwerk. Wenn immer alle nur diplomatische Statements zum besten geben, können wir auch die Live-Übertragung des Bundestags auf Phoenix schauen und sparen uns die teuren Pay-TV Verträge.
Ich würde mich aber freuen, wenn man in Dortmund auf die eigene Situation und den Problemen, wie oben beschrieben und verlinkt, genauso medienwirksam, offen und in bestialischer Ausdrucksweise reagieren würde.
Wenn man nach “bvb Ordnungsdienst” und anderen Schlagwörtern googelt, dann erhält man aber eben nur solche Problemfälle…und nicht ein Wort über erfolgreich umgesetzte Lösungen.

Bleibt also die Frage im Raum stehen, ob das Feuer in der echten Liebe besser echte Sorge wegen eines Pulverfasses wäre?

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