Was für ein Zirkus!?

3143527473

Momentan befindet sich der sprichwörtliche Fussball-Zirkus auf große Tour durch die ganze Welt. Länderspiel-Pause nennt sich das dann. Zwischen Spieltag und Hymne-singen also mal der ideale Zeitpunkt, um sich durch ein paar Themen zu dribbeln.

Dies darf aber nicht zu trickreich geschehen, sonst schreibt mir noch der Arjen eine böse Email. Immer schön Respekt vor dem Gegner haben, kannst doch im deutschen Fussball nicht machen.
So ähnlich hat er es auch Douglas Costa nach dem Spiel gegen Bayer Leverkusen gesagt, nachdem der seinen Gegenspieler erst einmal hat alt aussehen lassen. Costa kontert daraufhin und sagt: „…das würde ich wieder so machen.“.
Rüffel hier. Konter da. Schon ist die Schlagzeile fertig: gibt es jetzt Streit beim FC Bayern?
So ein Quatsch. Ein älterer Spieler gibt einen jüngeren Spieler einen Rat. Der hört es sich an, möchte aber seine eigenen Erfahrungen machen. Ist doch in Ordnung? Bei der nächsten Gelegenheit versucht er diesen Trick, bekommt als Dank vom Gegenspieler einen Tritt in die Knochen – Erfahrung gemacht. Fertig.

Aber was ist das eigentlich für eine Einstellung? Wenn Ronaldo seine 47 Übersteiger macht, bevor er unbedrängt den Ball ins Seitenaus laufen lässt, bekommt er zur Belohnung einen lebensgroßen Starschnitt in der BRAVOsport, Millionen von Fan-Boys weltweit jubeln und alles ist gut. Also warum sollte Douglas Costa darauf verzichten? Wenn er es kann, soll er es machen. Macht er es beim Rückstand in der 90. Minute und der Ball geht, anstelle eines Torschusses, verloren, werden die Fans ihm schon genau erklären, was er da falsch gemacht hat.

Zirkus gibt es doch überall. Vor allem in der Transferperiode. Kevin Großkreutz beispielsweise ist von der Dortmunder Ersatzbank auf ein – hoffentlich genauso bequemes – Model in Istanbul gewechselt. 48 Sekunden Verspätung und fehlende Unterschriften sei Dank, hat man mal wieder so einen Klassiker in Sachen „Transfer-Blödsinn“ erlebt. Wechseln darf er, laut FIFA, aber für die Spielerlaubnis reichte es dann doch nicht. Beste Rahmenbedingungen um den Döner im Herkunftsland zu erforschen.
Dante wird an Wolfsburg verschenkt, die überweisen vor lauter Dankbarkeit 4 Millionen Euro und weg ist der Innenverteidiger. Dabei hätten wir doch alle erwartet, dass Pep gegen Leverkusen gar keine Alternative hat. Nach dem 1:7 im Halbfinale gegen Deutschland ging zuerst die gute Laune, dann das Selbstbewusstsein und nun also der ganze Spieler. Schade nur, dass der FC Bayern sich noch nicht an die marktüblichen Preise gewöhnt hat. Vier Millionen Euro. Vier Millionen Euro? Gerüchten zufolge zahlen die Engländer für ihre Busfahrer höhere Ablösen.
Sehr positiv habe ich die Verabschiedung von Dante empfunden: er wird den Verein immer in seinem Herzen tragen.
Julian Draxler fand das Posting so toll, er hat gleich mal einen auf „Kopieren und Einfügen“ gemacht. Der Ex-Schalker kann nur froh sein, dass Jürgen Klopp gerade keine Zeit hat, um ihn mit kopierenden Chinesen zu vergleichen. Solche Sätze wird es in Zukunft aber sowieso nicht mehr geben. Der FC Bayern bekommt sein Asien-Büro, da muss man schon diplomatischer agieren, ….so als potentieller Guardiola-Nachfolger.

Bild: SKY Livescreenshot


 

Advertisements

Dein Kommentar (keine Anmeldung notwendig):

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s