5 Tore, 40 Tore, Wechsel: Der Wirbel um Lewy

lewandowski tore

Was war das für eine Show, als Robert Lewandowski gegen Wolfsburg eingewechselt wurde. 1 Tor Rückstand. 9 Minuten lang ballerte der Pole die Wölfe aus dem Stadion. 5 Tore später hat er sich einen Klassiker gegönnt. Ein kleines bisschen Fussball-Geschichte geschrieben.

Das ein Spieler nach einer solchen Rekordleistung gefeiert wird, besonders von den Medien, ist völlig verständlich. Es wirkte ein wenig zu kommerziell, dass Lewandowski zwei Tage später Merchandising-Artikel auf den Markt brachte und für seine 5-Tore-Tasse auf Facebook Werbung machte. Er hat aber im folgenden Spiel erneut seine Leistung abgerufen und gegen Mainz doppelt getroffen, also schwamm drüber.

Unmittelbar nach dem 5er-Pack soll sein Berater von einem Wechsel nach Spanien gesprochen haben. Es wurde kein ganz großes Fass aufgemacht. Der Verein schwieg. Der Spieler schwieg. Und der Berater ruderte mittlerweile zurück: er habe nur über das schöne Wetter in Spanien gesprochen, unter anderem, weil er am Wochenende mit seiner Tochter in Barcelona war.

Nichts wäre störender, als die Gewissheit, dass da jemand den Verein nach vorne schießt, aber in Wirklichkeit nur eines will: weg!
Natürlich ist im Profi-Fussball nur wenig Platz für diese Romantik der ewigen Vereinsliebe. Aber zumindest als temporäre Liebesbeziehung möchte man es nun doch gerne sehen, wenn man sich als Fan mit voller Leidenschaft diesem Spiel widmet.

Die Medien haben heute übrigens eine Frage in den Raum gestellt: knackt Robert Lewandowski nun den alten Gerd-Müller-Rekord und schießt über 40 Tore in der Saison?
Na klasse. Wann immer so eine Frage gestellt wird, ist die Serie danach vorbei. Also danke für Nichts, Ihr Schreiberlinge.

Bevor man in dieser Kategorie denkt, sollte man vielleicht erst einmal darüber reden, dass es seit fast 40 Jahren in der Bundesliga niemand mehr geschafft hat, 30 Tore in einer Saison zu schießen. Mit 28 und 29 war man mal nahe dran, aber unerreicht bleibt die 30er-Marke trotzdem.

Das sind aber nur Spielereien. Am Ende die „3“, das wäre viel erstrebenswerter. Die „3“, das Triple der Meisterschaft, des DFB-Pokals und der Champions League Trophäe… Träumen gehört auch zur Fussball-Romantik. Und die darf man nicht vollständig verbieten.

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