Terror und Panik: Pulverfass Bundesliga?

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Durch die Terroranschläge in Paris und die Absage des Länderspiels in Hannover ist die Gefahr wieder allgegenwärtig. Bereits am Dienstagabend, als die Zuschauer eigentlich die Mannschaft gegen die Niederländer im Stadion unterstützen wollte und sie nach Hause geschickt wurden, fragte man sich zu Recht:

was passiert nun mit der Bundesliga?

Werden reihenweise Spiele am Wochenende abgesagt, weil es konkrete Terrorwarnungen gibt? Finden die Spiele vielleicht unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt?

Es fällt mir schwer zu glauben, dass man plötzlich einen Terroristen am Einlass fassen könnte, wo jedes Wochenende Fans mit unerlaubter Pyrotechnik diese Hürden passieren. Hier muss man sich wohl vollständig auf die Behörden und dessen Einschätzung der Gefahrenlage verlassen.

Die große Gefahr geht aber nicht nur von Terroristen und ihren menschenverachtenden Plänen aus. Die Gefahr bringt auch der Fussball-Fan selbst mit ins Stadion.

In Paris konnte man beobachten, wie die Menschen derzeit auf knallende Geräusche reagieren. Während sie Kerzen anzündeten und den Opfern gedachten, knallten Feuerwerkskörper oder explodierte ein Heizstrahler in der Nähe (Details sind mir derzeit nicht bekannt). Sofort flüchteten einige Passanten und lösten damit eine Massenpanik aus. Menschen rannten los, rissen andere mit. Polizisten hatten ihre Maschinengewehre im Anschlag und waren bereit zu feuern. Man möchte sich nicht vorstellen, was passiert wäre, wenn jemand mit der falschen Kleidung und einen Rucksack plötzlich um die Ecke gekommen wäre.

Die Gefahr einer Massenpanik im Fussball-Stadion dürfte noch wesentlich höher sein. Bereits am Freitag, den 13. November 2015, Tag der Anschläge in Paris, hörte man einen lauten Knall im Stadion und wunderte sich, dass keine typischen Nebelschwaden die Sicht trübten. Aber es war keine Pyrotechnik der Fussball-Fans, es war ein Attentäter vor dem Stadion, der seinen Plan änderte und sich außerhalb in die Luft sprengte.
Nur zwei Tage später, beim Spiel zwischen Oberhausen und Essen in der Regionalliga, zündelten Fans tatsächlich. Das war vor Hannover. Das war vor dem ernstzunehmenden Gerücht, dass Terroristen einen Krankenwagen mit Sprengstoff in ein Fussball-Stadion fahren und tausende Menschen in die Luft sprengen wollte.

Dietmar Beiersdorfer, Vorstandsboss des HSV, äußerte schon im Vorfeld den Wunsch an die Fans, sie möchten bitte besonders zum jetzigen Zeitpunkt auf sämtliche Feuerwerkskörper verzichten.

Egal wie man nun zur Pyrotechnik steht, besonders in der aktuellen Lage ist es ein „No Go“, auf fahrlässige Art und Weise eine Massenpanik zu provozieren, die den Tod von unzähligen Menschen bedeuten könnte.

Noch nie war Pyrotechnik so gefährlich wie in dieser Zeit. Also spielt nicht mit dem Leben anderer Menschen und lasst die Pyro daheim!

Bild: Screenshot „SKY“

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