Wir haben da ein Problem…

Boateng Jubel ManCity (2)

…und scheinbar möchte der FC Bayern München nichts dagegen tun.

Wie es heißt, wird der Verein in der aktuellen Transferperiode keinen neuen Innenverteidiger als Ersatz für den lang ausfallenden Jerome Boateng verpflichten. Man will den Ausfall offenbar intern kompensieren.
Wie genau dieser Spaziergang auf der Rasierklinge funktionieren soll, über diese Frage streiten sich auch die sogenannten Experten.

Es ist kaum vorstellbar, dass Javi Martinez und Holger Badstuber nach ihren ewig langen Verletzungen in der Rückrunde und heißen Champions League Phase Woche für Woche zwei Spiele auf allerhöchstem Niveau bestreiten können. Gelinde gesagt ist es fahrlässig, ihnen eine solche Belastung aufzuerlegen.
Benatia kann man wohl kaum als dritten Innenverteidiger einplanen. Wann er auf dem Platz zurückkehrt steht in den Sternen und sollte er ein Comeback geben, müsste er es erst einmal schaffen, gesund zu bleiben. Ob er sich dann wirklich als Verstärkung herausstellt, der Nachweis ist noch offen.

David Alaba könnte in der Innenverteidigung aushelfen. Aber innerhalb von 2-3 Wochen wird aus dem Österreicher auch keine Granate auf dieser Position. Zudem besteht er auf eine Zukunft im Mittelfeld, wohl um international besser wahrgenommen zu werden und zukünftig höhere Einnahmen zu generieren.
Hinzu kommt Xabi Alonso, der als eine Art „neuer Beckenbauer“ eingesetzt werden könnte. Wer aber ernsthaft glaubt, der Spanier könnte uns in der Champions League dauerhaft hinten absichern, beschäftigt sich am ehesten auf der Playstation mit Fussball.

Einen Ersatz für Boateng in der Winterpause zu verpflichten, genauso stark, genauso schnell, international spielberechtigt, wohl eher nicht möglich. Aber eine Hilfe für Badstuber, für Martinez. Für zwei Spieler, die unmöglich wieder von Null auf Einhundertzehn durchstarten können, das sollte irgendwie realisiert werden müssen. Das Vorhaben könnte scheitern, aber man hätte es versucht.

Vermutlich würde Pep Guardiola einen Innenverteidiger bekommen, wenn er ihn verlangen würde. Das er ihn scheinbar nicht verlangt, erweckt den Eindruck, er wolle in München nur noch seine Zeit rumkriegen und übt stattdessen lieber schon einmal auf der falschen Seite Auto zu fahren.
Spätestens nach dem Aus in der Champions League wird uns dann im gebrochenen deutsch erklärt, dass man viele Verletzte habe, Boateng nicht zu ersetzen war und natürlich „…wenn Mannschaft verliert, ist immer die Schuld von Trainer. Ist immer so. Dann ich habe mein Job nicht richtig gemacht.“.
Für Märtyrer-Ausreden kann man vielleicht einmal einen Schulterklopfer bekommen, aber nicht ständig.

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