Finale! Sorry, Werder Bremen – gern geschehen!

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#FCBSVW

Der FC Bayern München besiegt Werder Bremen im Halbfinale des DFB Pokals mit 2:0.

Der FC Bayern München dominierte seine Gegner in der Vergangenheit mit Ballbesitz und gnadenlosen Offensivfußball. Mit zunehmender Dauer der Saison verändert sich der Stil des Rekordmeisters nicht unbedingt, aber er wird ein Stück weit pragmatischer. Vielleicht liegt es daran, dass die vielen Spiele an die Substanz gehen. Vielleicht aber auch daran, dass die Gegner sich zunehmend auf die Spielweise einstellen und nicht unbedingt erfolgreich, aber eben doch deutlicher dagegen halten können. Die Spiele und deren Ergebnisse sind durchaus noch positiv, aber knapper.
So geschehen auch heute im Halbfinale des DFB Pokals gegen Werder Bremen.
Die Bremer machten den Bayern mit ihrer mutigen und sehr robusten Spielweise das Leben nicht unbedingt leichter. Trotzdem gelang es Thomas Müller den einen, entscheidenden Fehler in der Abwehr auszunutzen und das 1:0 stieß die Türen zum Finale in Berlin weit auf.

Auf ein Wort, Herr Bartels….
Fussball-Kommentatoren haben kein leichtes Leben. Aber es muss erlaubt sein zu erwähnen, dass ARD-Kommentator Tom Bartels heute wieder einmal nur schwer zu ertragen war.
Das lag nicht allein an der schlechten Abschirmung seines Arbeitsplatzes. Im Hintergrund konnte man die Fans nicht nur lautstark das Geschehen kommentieren hören („Schon wieder reingetreten, Duuu…..“, oder „Ach, hör doch auf…!“ nach einem Pfiff des Schiedsrichters), sondern sogar durchweg normale Unterhaltungen – wenn auch nicht verständlich.
Nein, schlimmer war noch die kuriose Haltung zur angeblichen Neutralität. Da rutschte dem Herrn Bartels versehentlich ein gutes Wort zum Spiel des FC Bayern über die Lippen, da schien er sich direkt auf die Lippen zu beißen und relativierte es im nächsten Satz. Später leitete er positive Worte über den Gegner mit „…bei aller Neutralität..“ ein. Welche Neutralität, zum Henker?
Es ist nicht sonderlich tragisch, wenn die Kommentatoren nicht neutral sind. Obwohl es natürlich für den Fan des anderen Vereins nervig ist, einer Live-Bewerbung für das Fan-Radio des Gegners zu lauschen. Aber noch nerviger ist es, wenn jemand ständig behauptet, er wäre neutral und dabei innerlich abk****. Das kann doch auch nicht wirklich gesund sein? So auf die Dauer?
Vielleicht überdenken die TV-Stationen ja irgendwann einmal das ganze System und setzen spezielle Kommentatoren für jeden Verein ein. Über die heutige Technik kann man dann zwischen dem Fan-Kommentatoren des einen und des anderen Vereins die entsprechende Audio-Spur wählen. So viel verdienen die doch auch nicht pro Spiel, dass das nicht realisierbar wäre?

Sorry, Werder Bremen….
Aber zurück zum Halbfinale zwischen München und Bremen, dem Spiel an sich.
Da fiel eben nicht nur Bartels und der schlecht abgeschirmte Arbeitsplatz negativ auf, sondern auch die Schwalbe von Arturo Vidal.
Nachdem der Gegenspieler ihn mit seiner Grätsche den Weg versperrte, bekam „der Krieger“ offenbar den Geistesblitz, er könne abheben und der Schiri entschied auf Strafstoß für den FC Bayern.
Das daraus entstandene Tor war glücklicherweise nicht so entscheidend für das Spiel, wie manche es gern hinstellen würden. Trotzdem war diese Szene nicht gut und wird sich in einer anderen Situation rächen, wenn nämlich der nächste Schiedsrichter Vidal fliegen sieht und denkt: „….also bei mir macht der das nicht!?“.
Hierfür, bei aller Belanglosigkeit im Endergebnis, das Sorry für Werder Bremen.
Unter Umständen war das Karma hier aber auch eine echte Schlampe, denn besonders in der ersten Halbzeit knallten die Bremer zum Teil ordentlich zwischen die Knochen und bekamen dafür nichts weiter, als einen erhobenen, mahnenden Finger des Schiedsrichters zu sehen.

….gern geschehen!
Die Bremer könnten aber vom unglücklichen Ende am heutigen Abend doch noch profitieren. Volle Konzentration auf den Abschiedskampf und sollte es in die Relegation gehen, haben sie den Kopf so richtig frei.
Die beiden Spiele, die über die Zukunft in der 1. oder 2. Liga entscheiden würden, finden nämlich am 18.-21. Mai und 23.-25. Mai statt. Das Finale des DFB-Pokals am 21. Mai. Das Finale mit seinen ganzen Zirkus hätte letztendlich dazu führen können, dass Werder Bremen sich auf eine eventuelle Relegation nicht hätte konzentrieren und den Verein nachhaltig schaden können. Können. Hätte. Wäre. Wenn.
Aber trotzdem, gern geschehen: ich freue mich zumindest auf das Finale und wünsche den Bremern viel Erfolg beim Klassenerhalt!

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