Der Tag danach: Wie geht es weiter? | #fcbatl #fcifcb |

Pep Guardiola Kopf an die WandGestern noch den ganzen Tag mit einer dauerhaften Anspannung erlebt. Dann, am Abend, 90 Minuten lang Höhen und Tiefen, Freude und Rückschläge. Bangen und hoffen bis zur letzten Sekunde und dann dieser schmerzhafte Pfiff des Schiedsrichters, der Dich innerhalb von einer Sekunde von der Hoffnung auf ein Wunder auf den schmerzhaften Boden der Tatsachen befördert. Der Kommentator im Fernsehen, der Dir den Spiegel vorhält und es noch einmal bestätigt: „Das Spiel ist AUS!“.
Niedergeschlagen blickst Du auf die Spieler, sie hätten jetzt selbst gern einen, zu dem sie hochblicken können, der sie wieder aufrichtet. Mit gläsrigen Augen ringen sie um Wort, um überflüssige Fragen wie „…und wie fühlen Sie sich jetzt?“ der sogenannten Field-Reporter zu beantworten.
Es ist vorbei. Einfach vorbei. Es sprechen Menschen, die nun auf einmal alles besser wussten, alles bewerten und bis ins kleinste Detail alles auseinandernehmen. Irgendwann gibst Du auf, greifst zur Fernbedienung und schaltest ab. Aber nur den Fernseher, nicht den Kopf.

Am anderen Morgen wachst Du auf und es fühlt sich an, als hättest Du am Vorabend zu tief ins Glas geschaut. Die körperliche Anspannung, den Stress, den Du Deinem Körper mit dem emotionalen Mitfiebern ausgesetzt hast, es ist Erschöpfung. Und das Glücksgefühl des Erfolges fehlt, das es Dir leichter machen würde, diese Belastung zu ertragen.

Ein bekanntes Gefühl, weil man es so oft schon erlebt hat. Manchester United, Chelsea, jetzt die sprichwörtlichen Kleinen aus Madrid. Mit dem Bundesadler gegen Brasilien, Spanien, Italien und anderen Nationen.

Und das alles tut man sich an, weil es auch andere Momente gibt. Andere Momente, gegen Brasilien. Andere Momente gegen Argentinien. Gegen Juventus Turin. Gegen Borussia Dortmund in London.
Trotzdem, die Leere am Tag danach bleibt. Die Erfolge von gestern sind schön, helfen Dir aber nicht in der Gegenwart.

Wenn es mir als Zuschauer und Fan so ergeht, wie ergeht es dann dem Spieler? Das sind doch Profis, verdienen Millionen und die müssen das abkönnen.
Doch nicht wenige von ihnen haben weniger bittere Niederlagen erlebt, als der Fan am heimischen TV. Dem Profi unterstellt man mit der Bezeichnung doch einen Überschuss an Erfahrung, die so gar nicht gibt.
Und ein Blick auf das prall gefüllte Konto hilft auch nicht weiter, wenn man soeben das verloren hat, was man sich für das Geld eben nicht kaufen kann: diesen verdammten Titel, den man sich so sehr wünschte.

Man muss es abschütteln. Nicht mit der Situation hadern. Und als Spieler in einer Mannschaft sein, die sich selbst wieder aufbaut und neu motiviert. Das geht, das funktioniert, das alles haben wir schon oft genug erlebt und der Fussball wäre nicht so interessant, wäre es anders. Das haben wir mit unseren Helden auf dem Platz doch irgendwo gemeinsam: wir stehen zusammen, wir fallen zusammen.

Nach dem gestrigen Sieg, der am Ende keiner war, muss es weitergehen. Es wird auch weitergehen. Am Samstag um 15.30 Uhr, im Audi Sportpark, in und gegen Ingolstadt.
Bis dahin haben wir uns erholt. Und hoffentlich auch unsere Jungs auf dem Platz. Denn eines darf auf keinen Fall passieren: das die Nerven uns noch zwei weitere Tage der Leere bescheren. Und da war er wieder, dieser Druck, das Bangen, das Zittern und die Hoffnung. The show ist over, when the fat lady sings. Noch ist der FC Bayern München kein Meister. Und erst Recht kein Pokalsieger. Auf geht´s… #packmas!
Für den gemeinsamen Erfolg und gegen die gemeinsame Leere am Tag danach!

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