Empörung: Champions League am Wochenende!?

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Vor einigen Tagen griff eine Online-Sportredaktion das Thema „Champions League am Wochenende“ auf. Man berichtete über einige interne Gedankenspielchen der UEFA, die so noch gar nicht im Ansatz spruchreif waren. Der Fussball-Fan mag Veränderungen aber ungefähr so sehr, wie der Schneemann den Frühling. Und deswegen war die Empörung erst einmal groß….

Es geht denen bei der UEFA doch nur ums Geld. Die Schweine. Sofort boykottieren. Solche Kommentare waren nicht nur die harmlosesten, sondern auch sinngemäß ziemlich häufig zu finden.
Nun, der Profi-Fussball benötigt nun einmal Geld. Die modernen Stadien werden nun einmal nicht am Wochenende von Ehrenamtlichen gebaut und die Top-Stars, die man so gern für die eigene Mannschaft verpflichten möchte, spielen auch nicht mehr für einen Teller warme Suppe mit Brot.
Es müssen also Einnahmen generiert werden. Und da die Kaufkraft des Fans vor Ort nun einmal begrenzt ist, muss man zwangsläufig seinen Markt erweitern.
Hierbei soll es wohl auch beim Thema Champions League am Wochenende gehen. Respektive um die Anstoßzeiten, die an einem Samstagnachmittag in Europa wohl für die TV-Zuschauer in Asien deutlich angenehmer wären. Der Umkehrschluß, falls es jemanden noch nicht klar ist, wären dann höhere Einnahmen für die CL-Senderechte auf dem asiatischen Markt.

Grundsätzlich habe ich mit diesem Gedankenspiel gar keine Probleme. Für einige Fans wäre dies vielleicht sogar viel angenehmer.
Am Wochenende reist der harte Kern der Stadiongänger nicht mehr die deutlich kürzeren, nationalen Wege zum Bundesligaspiel, sondern die längeren Wege quer durch Europa, um seine Mannschaft beim Auswärtsspiel in der Champions League zu begleiten.
Unter der Woche, wo die Zeit etwas knapper bemessen sein dürfte, geht die Reise dann „nur“ quer durch Deutschland.

Ich persönlich erkenne keinen Nachteil daran, ob ich nun am Samstagnachmittag den FC Bayern gegen Werder Bremen oder Arsenal London spielen sehe. Die Bundesliga-Spiele finden ja nun einmal trotzdem statt, nur eben dann am Dienstag oder Mittwoch.

Wer eine Veränderung aber nur deswegen ablehnt, weil sie mit dem Kommerz zu tun hat, der findet eine einfache Lösung.
In den kleineren, regionalen Ligen verzichtet man auf Top-Stars und moderne Stadien. Dort wird die Fussball-Romantik noch voll ausgelebt und der große Kommerz ist dort nicht vorhanden. Und man würde sich auch ganz bestimmt riesig freuen, wenn plötzlich hunderte oder tausende von Fans zu den Spielen kommen und „den guten alten Fussball“ feiern.
Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute ist so nah?

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