AfD-Gauland über Jerome Boateng

 
boateng fc bayern münchen torjubelDer stellvertretende AfD-Vorsitzende Alexander Gauland soll, so Medien, unseren Fels in der Innenverteidigung, Jerome Boateng beleidigt haben.
„Die Leute finden ihn als Fußballspieler gut. Aber sie wollen einen Boateng nicht als Nachbarn haben.“, sagte der Politiker und stieß damit eine große Welle der Empörung los. Sogar der FC Bayern München sah sich dazu gezwungen, ein kurzes Statement abzugeben. Ein Dreizeiler: Rassismus=rote Karte und der Boateng ist ein feiner Mensch. Fertig. Liest sich ein wenig lieblos, aber das ist ein anderes Thema.

Nun verstehe ich mich garantiert nicht als Verteidiger eines AfD-Politikers, aber ich denke, hier kam es darauf an, WER es sagt.
Wenn man das Zitat objektiv betrachtet, heißt es für mich, dass Boatengs Hautfarbe als Fußballspieler keine Rolle spielt und er für sein Spiel geliebt wird. Im Alltag würde es aber trotzdem Menschen geben, die Zweifel gegenüber einem dunkelhäutigen Nachbarn haben.

Hätte das Zitat einen anderen Urheber, könnte man meinen, er ruft dazu auf, dass man anhand des Beispiels von Boateng doch sieht, wie schnell man falsch liegt. Das man weniger Vorurteile haben und sie genauso herzlich in der Nachbarschaft, im Leben allgemein, begrüßen sollte, wie alle anderen Menschen.

Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass Gauland es nicht so positiv meinte, wie man es durchaus interpretieren könnte.
Eine persönliche Beleidigung sehe ich darin allerdings auch nicht. Eher der Missbrauch eines großen, prominenten Namens zu einer populären Zeit, um auf sich aufmerksam zu machen. Und das ist ihm ja auch durchaus gelungen. Politiker, egal aus welchem Lager, sind ja dafür bekannt, diese „Famebitch“-Anlagen gelegentlich auszuleben.

Das ganze wäre anders ausgegangen, wenn man entsprechend der objektiven Interpretation gekontert hätte: „Seht Ihr, liebe fremdenfeindliche Mitbürger? Selbst der AfD-Boss ruft dazu auf, zwischen Hautfarben nicht zu unterscheiden.“.
Chance vertan. Aber so ein „Rassismus-Skandal“ verkauft sich in den Medien ja auch besser, als wenn man Dummheit einfach auflaufen lassen würde.

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