Bruchhagen: Playoffs sollen die Bayern stoppen

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Der FC Bayern München ist zum vierten mal in Folge deutscher Meister geworden. Und außerhalb des „roten Universums“ nervt das die Verantwortlichen und Fans gleichermaßen.
Bei der DFL hatte man ja bereits 2014/2015 die Hoffnung, die anstrengende Weltmeisterschaft könne dem Verein zu schaffen machen und sie nach einem Fehlstart etwas in Schwierigkeiten bringen. Ein späterer Saisonauftakt wurde abgelehnt und die Liga für diesen unfairen Gedanken bestraft: Meister wurde (wird) nur der FCB.

Nun kommt Heribert Bruchhagen wieder mit einer neuen (Bayern)-Bremse um die Ecke: die Meisterschaft sollte in Playoffs entschieden werden.
Für alle die damit nicht so vertraut sind, eine kleine Erklärung:
am Ende der Saison spielen die Teams von z.B. Platz 1-6 noch einmal ein kleines „Turnier“ um den Titel der deutschen Meisterschaft aus.

Der FC Bayern könnte also, wie in dieser Saison, 88 Punkte erkämpfen, den Titel dann aber am Ende an Mainz 05 verlieren, die mit nur 50 Punkten auch in den Playoffs wären. 38 Punkte Unterschied. Oder umgerechnet über 12 Niederlagen mehr, als der Tabellenführer. Aber im Endeffekt die gleiche Chance auf den Titel, wie alle anderen Playoff-Vereine.
Und das betrifft nicht nur den FC Bayern, sondern auch Borussia Dortmund, die ebenfalls punktemäßig eine Rekord-Saison ablieferten und am Ende auf der gleichen Stufe wie alle anderen stehen.
Die einjährige Meisterschaft würde im Prinzip zu einer reinen „Playoff-Qualifikation“ verkommen, aber das scheint für einige ein legitimes Mittel zu sein, um den Top-Vereinen die Tour zu vermiesen.

Heribert Bruchhagen zeigt hier stellvertretend für viele andere Vereins-Bosse, dass man zwar darüber nachdenkt, wie man die Bayern stoppen, aber nicht, wie man sie besiegen könnte. Diese destruktive Denkweise verhindert doch erst den tatsächlichen Konkurrenzkampf in der Bundesliga.
Die Frage muss nicht lauten, wie ich die Bayern verhindern kann, sondern was ich tun kann, um deren Platz einzunehmen. Oder ihn zumindest erst einmal temporär zu gefährden, um dann langfristig einen echten Konkurrenzkampf auszufechten.

Es ist ja kein Zufall, dass Sven Ullreich vom VFB Stuttgart zum FC Bayern wechselt und nach einem Jahr als „Trainings-Torwart“ begeistert erklärt, er hätte sich innerhalb dieser Zeit enorm weiter entwickeln können. Nicht nur auf dem Trainingsplatz, sondern vor allem auch in den Büros der Bosse muss offenbar härter gearbeitet werden, anstatt die Energie im konstruktiven Denken zu verschwenden.

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