#GERPOL 0:0 | Boateng mahnt: "So kommen wir nicht weit!"

deutschland polenDie Defensive stärker, das Mittelfeld einfallslos und der Sturm nur ein laues Lüftchen.Bei einem solchen Fazit kann man nur froh sein, dass es nur ein torloses Unentschieden war, was Deutschland da im zweiten Gruppenspiel gegen Polen ablieferte.

Schön, dass mit dem anfänglich etwas nervösen Mats Hummels die Verteidigung insgesamt etwas stabilisierte. Aber der, erneut bärenstarke, Jerome Boateng mahnt zu Recht nach dem Spiel: „So kommen wir nicht weit!“.

Das Problem der deutschen Mannschaft beginnt im Mittelfeld. Die deutsche Nationalmannschaft kopiert ein wenig das Spielsystem des FC Bayern München, nur hat Khedira dieses System scheinbar noch nicht verstanden. Anstatt sich häufiger zwischen die Innenverteidiger zurückfallen zu lassen, aber mindestens die Position zu halten, um Kroos abzusichern, das bekommt er nicht hin.
Mit Kroos zieht sich das Problem weiter nach vorn. Der spielt überwiegend im linken Bereich des Mittelfeldes und ignoriert als Ballverteiler die rechte Seite völlig.
Dort steht Müller auf verlorenen Posten und wer Höwedes die Flankenläufe zutraut, der meldet auch seine Oma zum Marathon an.
Weder Draxler noch Özil haben die Durchschlagkraft, die man gegen eine tief stehende Mannschaft haben müsste. Sie würden auch noch versuchen sich den Ball irgendwie zuzuspielen, wenn sie die Torauslinie überschritten, am Stadion-Kiosk vorbei sind und auf dem Parkplatz gegen die offene Tür des Mannschaftsbusses laufen.
Das Müller in der zentralen Position für mehr Leben sorgte, nützt natürlich rein gar nichts, wenn er, wie später auch Gomez, nicht einen vernünftigen Ball bekommt.

Aber was kann man besser machen?

  • Solange Schweinsteiger noch nicht durchspielen kann, benötigt Khedira eine genauere Jobbeschreibung, an die er sich auch halten sollte.
  • Kroos muss dringend zentraler spielen und die Bälle verteilen können, damit das Spiel kein Kreisverkehr [links der Angriff, rechts der Konter] bleibt. Vielleicht sollte man über Kimmich als Nebenspieler für Khedira nachdenken. Und Kroos auf Özils Position, in etwas tieferer Stellung, nachdenken.
  • In der Offensive muss, Kontinuität hin oder her, ein personeller Wechsel her. Müller ist prädestiniert für Flankenläufe bis zur Grundlinie, um Gomez die Bälle auf den Kopf zu legen.
  • Und das leidige Dauerthema „Standardsituationen“ muss man wohl nicht weiter erklären….

Bilder: TV-Screenshots

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