#GERITA: Aus Tradition Endstation Viertelfinale?

Vor dem ersten Spiel der Euro2016 habe ich die Spiele einmal durchgetippt und dort schon das Viertelfinale des Elends entdeckt: Deutschland trifft auf Italien.
Mit dem Sieg der aufgedrehten, alten Herren gegen die hilflosen Spanier ist diese Theorie nun Realität geworden.

Man muss sich das mal vorstellen: Deutschland ist 4maliger Weltmeister und 3facher Europameister, hat aber noch nie (!!) ein Pflichtspiel gegen Italien gewonnen. Eine unfassbare Bilanz.
Und im Umkehrschluss heißt das auch, dass für die Mannschaft im Viertelfinale der Euro 2016 wohl Endstation sein müsste.

Es gibt da allerdings eine Kleinigkeit, die mir Hoffnung macht. Nirgendwo spielt Aberglaube bei mir eine solche Rolle, wie im Fussball, aber….
1. März 2006
Italien besiegt Deutschland im Testspiel mit 4:1 und wird später Weltmeister.
29. März 2016
Deutschland besiegt Italien im Testspiel mit 4:1 und ….jetzt?

Aber verlassen wir mal den Aberglauben und vor allem den unsinnigen Pfad der Vergangenheit, der für gewöhnlich nur dazu führt, dass Spieler eine scheinbar eine innere Blockade aufbauen.
Spanien zeigte in den ersten beiden Gruppenspielen eine gute Leistung, stolperte aber vermutlich über die eigene Arroganz, fiel und kniete am Ende vor überlegenen Italienern nieder.
Deutschland gegen Italien, das hat nicht nur aus traditionellen Gründen einen Endspielcharakter, sondern auch aufgrund der aktuellen und bisher gezeigten Leistung beider Mannschaften.
Und so muss man das Viertelfinale wohl auch sehen: als ein absolutes Endspiel!
Die Mannschaft muss ihr komplettes Potential abrufen, taktisch auf die Italiener perfekt eingestellt werden und einen Plan B im Hinterkopf haben, darf aber vor allem nicht aufgrund irgendwelcher Statistiken verkrampfen.

Eine etwas riskante, vielleicht auch abenteuerliche, Aufstellung der Mannschaft gegen Italien:

vs spanien

Das Ziel dieser Formation wäre, in der Defensive das Zentrum zu schließen und den eigenen Strafraum zur „No Go Area“ zu verwandeln. Mit Khedira und Schweinsteiger auf der Doppel-6 sollte es in der Defensive möglich sein, abwechselnd die langen und scheinbar berüchtigten Bälle auf Pelle zu unterbinden, indem man ihn schon vorher oder direkt bei der Annahme stört.
Während einer Sturm- und Drang Phase der Italiener könnte die deutsche Verteidigung auf eine 4er Kette [Höwedes, Hummels, Boateng, Kimmich] mit 3 defensiv mitarbeitenden Mittelfeldspielern [Khedira, Kroos, Schweinsteiger] temporär umstellen. In der Hoffnung auf schnelle Konter müssten wir unser Geld auf Müller, Gomez und besonders einen flinken Draxler setzen.

Offensiv muss die Mannschaft das Spiel unbedingt breit machen. Wer in den diversen Analysen im TV gesehen hat, wie eng die 3er-Kette der Italiener steht und im Block verschiebt, dürfte verstehen, dass die Verteidigung dringend auseinander gezogen werden muss.
Während Kroos offensiv mit Hilfe von Schweinsteiger die Bälle verteilt und durch das Zentrum kommt, sollten Kimmich und Draxler diese Aufgabe übernehmen und an der Seitenlinie kleben, ehe sie aus dem Rücken der verteidigenden Italiener in die Mitte flanken oder entlang der Torauslinie den Weg in den Strafraum suchen.
Sollte es gelingen, die 3er-Kette zu entzerren, bliebe für das Duo Müller und Gomez gelegentlich nur 1 Innenverteidiger über, womit die Anspiele auch an den Mann kommen sollten.

Das Risiko dieser Aufstellung ist klar. Die sichere Abwehr würde erneut umgestellt und mit Bastian Schweinsteiger ein Spieler eingesetzt, der noch kein Spiel über die volle Distanz gegangen ist. Zudem wird der Bundestrainer wohl kaum auf Mesut Özil verzichten.
Deswegen dürfte die Bedeutung dieser Gedankenspiele klar sein: sie gelten nur meiner persönlichen Ablenkung, damit die Zeit bis zum nächsten Spiel schneller vergeht.
Ähnlich wird es wohl auch der Bundestrainer machen, nur hat der weniger Zeit zu verschwenden und muss sich diese Gedanken ernsthafter machen.
Am Montag wurde bei der Mannschaft nur lockeres Reha-Training absolviert, am Dienstag haben die Spieler frei. Nach einer Pressekonferenz wird mit großer Wahrscheinlichkeit im Trainerstab nach ausführlichen Videoanalysen die Taktik für das Viertelfinale besprochen. Von Mittwoch bis Samstag wird diese dann mit der Mannschaft einstudiert.
Hoffen wir, dass Jogi Löw auch hier wieder ein glückliches Händchen haben wird…

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