Schluss beim FC Bayern: Sammer bald Bundestrainer?

Matthias Sammer Interview

Matthias Sammer beendet seine Arbeit beim FC Bayern München mit sofortiger Wirkung. Es heißt, man habe sich über eine Abfindung geeinigt und den, bis 2018 laufenden Vertrag, aufgelöst.

Nach den Mitteilungen über seinen Gesundheitszustand in der letzten Saison macht man sich erst einmal Sorgen, aber Sammer soll es mittlerweile tatsächlich wieder besser gehen:

„Mir geht es sehr gut. Meine Gesundheit ist wiederhergestellt. Die umfangreichen medizinischen Untersuchungen haben dies zu 100 Prozent bestätigt. Sieben Tage die Woche, 24 Stunden am Tag mit aller Energie dem Klub, der Mannschaft und auch der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stehen. Diesen Aufgaben möchte ich im Moment nicht nachkommen.“
Matthias Sammer

Scheinbar hat bei Sammer ein Umdenken stattgefunden. Was ist das alles wert, wenn man nichts vom Leben hat und es von heute auf morgen vorbei sein könnte? Finanziell wird er auch wohl ohne, oder mit einer kleineren Tätigkeit, beispielsweise als TV-Experte, gut leben können. Dazu passen auch die Aussagen des FC Bayern.

„In den vielen Gesprächen mit Matthias habe ich verstanden, dass er in seiner Auszeit in den vergangenen Monaten eine andere, eine neue Einstellung zum Leben eingenommen hat. Er setzt nun andere Prioritäten und dazu passt die Tätigkeit beim FC Bayern nicht mehr.“
Karl-Heinz Rummenigge

Beim Rekordmeister hätte Sammer seine Rolle wohl auch erst einmal neu definieren müssen. Im Nachwuchsbereich ging es nicht wirklich voran, für die Transfers ist mittlerweile Reschke zuständig und für den alleinigen Job als bissiger Mahner, der aber auch immer wieder von Rummenigge ausgebremst wurde, dürfte der Job auch nicht unbedingt erfüllend sein.
Anstatt nun auf einen ausgiebigen Machtkampf und neuen Vertragsverhandlungen (ab 2018) zu setzen, zieht sich Sammer zurück und genießt das, was er unter Umständen vor einigen Monaten fast verloren hätte: sein Leben.
Alles richtig gemacht! Zu dieser Entscheidung kann ich nur gratulieren, denn man lebt nicht, um zu arbeiten – sondern arbeitet, um zu leben. Und am Ende des Tages ist Fussball eben doch nur ein Spiel, das Leben aber eben nicht.

Und in diesem Sinne möchte ich Matthias Sammer einfach nur alles Gute wünschen.

Sammer nun ein Bundestrainer-Kandidat
Klar ist aber auch, dass dieser Rücktritt nun zu Spekulationen führt. Sammer möchte zur Zeit keinen Job, der ihn 24/7 in Anspruch nimmt. Obwohl er sich mit dem DFB sicherlich nicht mehr ganz so grün ist, wäre sein Name in jeder logischen Auflistung potentieller Jogi Löw Nachfolger vorhanden.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass Löw seine Arbeit bei der Mannschaft zum jetzigen Zeitpunkt beendet. Und es würde aktuell auch gar keinen Grund dafür geben.
Aber eventuell könnte es ihn reizen, nach 2018 eine neue Aufgabe zu übernehmen. Dann wäre er immerhin 14 Jahre bei der Mannschaft und davon 12 Jahre als Cheftrainer aktiv gewesen. Eine lange Zeit im Fussball-Geschäft.
Ging man bisher davon aus, dass Hansi Flick der Nachfolger für eine schnelle Lösung, Marcus Sorg der Mann mit der längeren Perspektive wäre, muss man die Liste jetzt wohl zwangsläufig erweitern.


 

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