#FCBayern: Ribery vs Guardiola – Musste das sein?

Pep Guardiola Franck Ribery bei Einwechslung

Man kann nicht behaupten, dass Pep Guardiola kein emotionaler Mensch ist. Nicht, wenn man ihn einmal an der Seitenlinie erlebt hat. Allerdings sagen ihm viele Menschen nach, dass es zwischenmenschlich immer ein wenig problematisch sei.

Das die Chemie zwischen Franck Ribery und Pep Guardiola nicht die beste sein dürfte, konnte man als Außenstehender immer erahnen. Aber nun hat der Franzose mit seinen Aussagen jegliche Zweifel daran beseitigt.
Endlich spüre er wieder Vertrauen von einem Trainer. Und Guardiola wäre noch ein junger Trainer, der laut Ribery noch lernen müsste, dass Fussball eigentlich ganz einfach ist.
Einige Kritikpunkte mögen durchaus berechtigt sein, besonders wenn der Flügelflitzer auf die Halbfinal-Spiele in der Champions League anspielt. Nur ist darüber ja eigentlich schon mehr als genug gesagt und diskutiert worden.

Mit den eher freundschaftlich, väterlich agierenden Figuren wie Hitzfeld, Heynckes und Hoeneß pflegte Franck Ribery stets ein gutes Verhältnis. Deswegen wundert es nicht, dass er schon nach kurzer Zeit ähnlich lobende Worte für den neuen Trainer, Carlo Ancelotti, findet. Der Italiener soll sich menschlich gesehen genau in dieser Reihe eingliedern können.
Überraschend ist es also nicht, dass Ribery seinem ehemaligen Trainer Guardiola keine Träne nachweint. Gewagt ist es aber, denn Ancelotti wird ein gutes Verhältnis zu seinem Kollegen nachgesagt und er könnte durchaus verärgert über Riberys öffentliche Schelte sein.

Aber musste diese öffentliche Kritik überhaupt sein?
Niemand kritisierte Ribery für seine Leistung in den vergangenen Jahren. Er spielte sehr gut bis vernünftig, hatte mit Verletzungen zu kämpfen und wurde nie großartig im Zusammenhang mit wichtigen Niederlagen genannt. Also warum überhaupt nachtreten?
Vielleicht ist es genau das, was Ribery brauchte.
Es mag an seiner Art und Weise liegen. Sein Ehrgeiz stets gewinnen zu wollen und sich dabei möglichst wenig von einem Vorgesetzten auf der Nase herumtanzen zu lassen.  So wie er auf dem Platz schon mal eine Ohrfeige verteilt, so hält er auch nicht mit seiner Meinung hinter dem Berg, wenn man ihn nach Trainerpersönlichkeiten wie Guardiola oder Van Gaal befragt – solange diese ihn nicht mehr für seine Aussagen belangen und eventuell auf die Tribüne verdammen können.
Altersweisheit, diese gewisse Ausgeglichenheit und Zurückhaltung,  sucht man bei Ribery offenbar vergebens. Wenn das im Umkehrschluss heißt, er spielt auch in der nächsten Saison wie ein junger Gott, soll es mir Recht sein. Das sich der Franzose damit allerdings auch selbst unter Druck setzt und eine gewisse Erwartungshaltung weckt, sollte ihm allerdings auch klar sein.

Advertisements

Schlagwörter: , , , , , ,

Dein Kommentar (keine Anmeldung notwendig):

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s