#BVBFCB: Viele Randgeschichten vor dem #Supercup am Sonntag

VorlageAm Sonntag tritt für den FC Bayern München der erste, keine Ernstfall der Saison ein. Im ersten Pflichtspiel vor der Bundesliga trifft der deutsche Meister auf den doppelten Vize: Borussia Dortmund vs Bayern München im deutschen Supercup.

Im Vorfeld des Spiels gibt es vor allem viele kleine Randgeschichten zu erzählen…

Ab November 2016 wird Uli Hoeneß als Präsident des FC Bayern zurückkehren. Keine Entscheidung, die wirklich überrascht, aber verständlicherweise auch kontrovers diskutiert wird. Der Meinung, Hoeneß habe seine Strafe verbüßt und wäre somit rehabilitiert, kann man sich wohl anschließen. Allerdings steht da auch noch ein altes Zitat im Raum, welches nicht totgeschwiegen werden sollte: „Kriminelle haben im Fussball nichts zu suchen!“.
Die älteren Semester werden sich erinnern, dass Hoeneß dies vor vielen Jahren im Zusammenhang mit der Daum-Affäre so zu Protokoll gab.
Nun dürfte es wohl ein Unterschied sein, ob ich einen koksenden Bundestrainer habe, oder einen Präsidenten, der seine Aktiengeschäfte im Ausland nicht versteuerte – trotzdem würde ich es begrüßen, wenn Hoeneß seine Aussage von damals nicht totschweigt. So oder so muss er in seiner zukünftigen Rolle offensiv ehrlich, aber auch bescheidener auftreten, als wir es bisher von ihm gewohnt waren. Den Moralapostel vom Dienst nimmt ihn, egal wie wichtig er wieder für den Verein wird, keiner mehr ab.

Für deutlich mehr Kopfschütteln sorgte die Schlagzeile von Renato Sanchez, der aktuell mehrere Wochen mit einer Oberschenkelverletzung ausfällt, die er sich bereits im Finale der Euro in Frankreich zugezogen hatte.
Nicht nur ich hatte direkt Fragezeichen in den Augen: nach vier Wochen Urlaub merkt der Portugiese plötzlich, dass er noch verletzt ist?
Nun könnte es natürlich sein, dass die Verletzung erst durch die starke Belastung wieder Schmerzen verursachte und diagnostiziert wurde. Anderseits müsste man ihm unterstellen, dass er erst seinen Urlaub genießen wollte, bevor er sich in Behandlung begibt. Davon mag man gar nicht ausgehen wollen…

Hans Joachim Watzke erklärte im Vorfeld des Supercups, Mario Götze habe in München vielleicht „das menschliche Miteinander“ gefehlt. Die Aussage fühlt sich schon ein wenig seltsam an, wenn man ständig von Bayern-Spielern liest, die den Verein aufgrund der familiären Stimmung nicht verlassen wollen.
Das „menschliche Miteinander“ scheint also durchaus vorhanden zu sein. Vielleicht stimmte die Chemie zwischen diesem Miteinander und Götze nicht. Vielleicht, hätte, wäre, wenn… Alles kann, nichts muss… Aber so grundsätzlich das „menschliche Miteinander“ in Frage zu stellen, das ist so ein typischer Watzke.
Mario Götze selbst wird bis Sonntag erst einmal ganz andere Sorgen haben. Zum ersten mal tritt er vor seinem neu-/wieder-heimischen Publikum auf und wird sich wahrscheinlich die Buhrufe und Pfiffe mit Mats Hummels teilen dürfen.

Sportlich gesehen ist der Supercup eher nicht so wichtig. Eine echte Standortbestimmung ist er auch nicht. Immerhin hat der FC Bayern ihn zuletzt dreimal in Folge verloren und hat danach die deutsche Meisterschaft gewonnen.
Wichtig dürfte der Supercup vor allem für die Fans sein, die in den darauffolgenden Wochen nicht den Spott des jeweiligen anderen Lagers ertragen müssen. Und wahrscheinlich wäre es auch wohl Carlo Ancelotti ganz recht, wenn er seinen Einstand mit einem „Titelchen“ feiern könnte.
Noch wichtiger als der Sieg im Supercup wäre es aber, dass sich kein weiterer Spieler des FC Bayern München verletzt. Die Patientenakten aus der Saisonvorbereitung lassen nämlich bereits jetzt Böses befürchten.

Das schönste am Supercup ist, dass der Ball endlich wieder in einem Pflichtspiel rollen wird. Und somit werden auch die Randgeschichten wieder weiter in den Hintergrund rücken.

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