Wie "beschissen" ist der Umgang mit Pep Guardiola?

Hoeneß

Uli Hoeneß wird in absehbarer Zeit zurückkehren auf die große Bühne des Fussballs. Obwohl man vielleicht davon ausging, dass er nach seinem Steuerskandal etwas ruhiger auftreten wird, scheinen die aktuellen Aussagen eher ein anderes Bild abzuzeichnen.
Allerdings ist das noch alles im grünen Bereich, denn wirklich abwinken wird die Öffentlichkeit wohl nur dann, wenn er sich als oberster Moralapostel, gleich auf welchem Gebiet, hervortun möchte. Das ist eine Rolle, die ihm nun wohl nicht mehr zustehen wird.

Aktuell geht es aber um den Umgang der Medien mit Pep Guardiola und den ständigen „guter Typ, schlechter Typ“ Vergleichen zu Carlo Ancelotti.

Tatsächlich konnte man in der medialen Berichterstattung einen Umbruch feststellen, nachdem das Ende von Guardiola beim FC Bayern München offiziell war. Wo Journalisten ihm zuvor sprichwörtlich in den Hintern krochen, schaukelten sich die kritischen Kommentare immer höher, bis er am Ende der letzten Saison ein Totalversager war.
Vielleicht befürchtete man keinerlei Konsequenzen vom Verein, wenn man den Spanier nun härter anging, immerhin war das Arbeitsverhältnis bald vorbei. Und anstelle von Guardiola, der danach auf die Insel ging, musste der FC Bayern ja in den nächsten Jahren noch mit genau diesen Medienvertretern zusammenarbeiten.

Pep Guardiola wird von vielen Menschen für seine Art und Weise kritisiert. Ganz bestimmt ist das auch nicht an den Haaren herbeigezogen, dafür kommen die immer gleichen Vorwürfe aus zu vielen, verschiedenen Richtungen. Aber es ist wohl der Preis, den er dafür zahlt und auch zu zahlen bereit ist, um seine Fussball-Besessenheit als Trainer genau so und nicht anders ausleben zu können.
Das die Medien sich aber erst mit ihm anlegten und ihn für seine komplizierte Art den Journalisten gegenüber förmlich bluten ließen, nachdem sie sich sicher waren, Pep wäre ja eh bald weg, muss man wirklich in Frage stellen. Uli Hoeneß nannte das beschissen, ich würde es eher feige, ja nahezu heuchlerisch nennen. Unterm Strich bleibt das aber wohl das gleiche.

Advertisements

2 responses to “Wie "beschissen" ist der Umgang mit Pep Guardiola?”

  1. Hape says :

    Und am Ende hat er ein paar nationale Meistertitel und Pokale geholt. Nicht einmal im Champions League Finale gewesen, geschweigen den den Henkelpott hochzuhalten… Ich denke es war und ist gut, dass er weg vom FCB – hat sicherlich den FCB und die Bundesliga geprägt mit dem zermürbenden Pass-Pass-Pass-Pass-Pass-Spiel, hat aber nicht zum ganz großen Coup gelangt – ja mei, so isses halt – und daran gemessen hat Guardiola eben keinen absoluten Erfolg gehabt. Und die Medienvertreter waren in diesen drei Jahren ja auch „Kastriert“ – wer was sagte, ist sofort komplett in Misskredit gefallen, leise Kritik wurde stets niedergetrampelt – aber dafür wurde von Trainer und Verein nicht die richtige Antwort gegeben (CL-Titel) – aber mei – so isses halt ;-)

Dein Kommentar (keine Anmeldung notwendig):

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s