#FCBayern: Alles okay? Punktgleich mit RB Leipzig

Thomas Müller FC Bayern

„Alles okay…“, hieß das Fazit des Bayern-Bosses Karl-Heinz Rummenigge nach dem 1:1 gegen die TSG Hoffenheim am 10. Spieltag der Bundesliga.
Einen Tag später gewann auch der Aufsteiger RB Leipzig sein Spiel gegen Mainz 05 und hat nun ebenfalls 24 Punkte. Nur die Tordifferenz trennt den „Dosenclub“ noch vom FC Bayern München.
Was aber noch schlimmer wiegt, ist die Erkenntnis, dass es man in den letzten Spielen keinen wirklichen Fortschritt erkennen konnte, der Hoffnung machen könnte.

Natürlich wird immer wieder darauf verwiesen, wo der Verein in der laufenden Saison steht. Platz 1 in der Bundesliga. Achtelfinale in der Champions League und auch im DFB-Pokal die nächste Runde erreicht.
Die Meisterschaft gewinnt man aber mit dem FC Bayern München mit den Händen in der Hosentasche, oder wie nannte es unser Trainer noch, als er noch nicht selbst in der Verantwortung stand?
Seit etwa vier Jahren ist der nationale Wettbewerb für den FCB kein Maßstab mehr. Und niemand darf in der jetzigen Situation daran glauben, dass es in der Champions League für den ersehnten großen Wurf reicht, wenn man national das Glück nicht mehr erzwingen kann.

Thomas Müller ist ein Sinnbild für die jetzige Situation. Der Raumdeuter wird das Fußballspielen nicht plötzlich verlernt haben. Niemand hätte damit gerechnet, dass die Pechsträhne von der Europameisterschaft sich in die neue Saison erstrecken könnte. Und nun spricht er selbst davon, „…die Scheiße am Stiefel…“ kleben zu haben. Natürlich gibt es diese Krisen, in denen nichts klappen will. Es wäre ja befremdlich, wenn Thomas Müller diese Zeiten nie erleben würde.
Aber es braucht auch diese Menschen wie Müller oder Robben, die sich nicht damit abfinden wollen, plötzlich punktgleich mit RB Leipzig zu sein. Diese zufriedenen Aussagen von Rummenigge hingegen braucht kein Mensch. Auch nicht, um nach Außen Ruhe zu demonstrieren.
Das ist ungefähr genauso wirkungsvoll, wie einen brennenden Arjen Robben gegen Kingsley Coman auszuwechseln, den ich zwar sehr schätze, aber der seine Ansage, er könne in jeder Minute des Spiels den Unterschied ausmachen, noch nie bewiesen hat.

Wer in den letzten Monaten und Jahren verächtlich fragte, was Matthias Sammer beim FC Bayern eigentlich so beruflich mache, bekommt es aktuell vorgeführt. In dieser Situation braucht es keine hochgezogene Augenbraue und kein beruhigendes „Alles okay“, sondern den unbedingten Willen, alles zu gewinnen. Auch wenn das in der Realität nicht zu schaffen ist, sollte es doch zumindest das eigentliche Ziel sein. Und sich nach einem Punkteverlust hinzustellen und zu behaupten, das wäre schon okay so, ist der völlig falsche Ansatz.

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