Generation selbstverliebt

Wenn ich aus dem Fenster schaue, kann ich das Sinnbild der nächsten Fussball-Generation sehen.
Der Junge trägt im Sommer laufend wechselnde Trikots der Bundesligisten, kombiniert dabei gelegentlich sogar die Hose des FC Bayern München und das Trikot des BVB. Der klassische Lieblingsverein scheint nicht mehr wichtig zu sein.
Aus 2 Meter Entfernung schießt er immer und immer wieder den Ball in das leere Tor. Es sind keine verschiedene Positionen, aus denen er den Ball in besondere Winkel platziert. Die Übung besteht vielmehr darin, nach dem Schuss die verschiedenen Torjubel der großen Stars zu imitieren.
Mit den Zeigefingern in den Himmel zeigen, den Dub-Dance Jubel oder Ronaldos eingesprungenen Cowboy mit geschwollenen Hoden. Alles was man so kennt und auch in den absatzstarken Computerspielen verarbeitet hat.
Bei einer Gelegenheit beklagte er sich bei seinem Spielkameraden: der Trainer lasse ihn nie spielen. Der konnte es gar nicht glauben, denn eigentlich habe der Verein doch zu wenige Spieler. Zum Training und den Spielen kommen davon nicht einmal alle. Und trotzdem ist es, wie es ist…

Aber wie geht es weiter, wenn es nur noch diese Generation selbstverliebt gibt?

Wenn Selbstdarstellung über Leistung gestellt wird und die Interessen daran sich auch so dermaßen verschieben, dann  darf man sich nicht wundern, wenn immer mehr Pussys über den Platz schlendern, die nach ihrem Stylisten rufen, weil das Trikot einen Fleck vom nassen Rasen bekommen hat.

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