Back to earth? Da lacht er nur drüber!

Jerome Boateng

Nachdem der FC Bayern München sich gegen Rostov blamierte und den Gruppensieg in der Champions League verspielte, schoss Karl-Heinz Rummenigge massiv gegen Jerome Boateng.
„Jerome muss wieder ein bisschen mehr zur Ruhe kommen. Seit dem Sommer ist mir das ein bisschen zu viel. Es wäre im Sinne von ihm und dem ganzen Klub, wenn er ein bisschen BACK TO EARTH runterkommt.“, so lauteten die, mittlerweile schon legendären Worte des Bayern-Bosses. In der Folge diskutierte Fussball-Deutschland. Darf man einen Spieler in dieser Weise öffentlich kritisieren? Ihn nach einer schwachen Mannschaftsleistung rauspicken und quasi an den Pranger stellen?
Und wie verhält es sich überhaupt inhaltlich mit dieser Kritik? Hat der Boss denn wenigstens Recht?
Boateng würde sicherlich irgendwann einen Kommentar zu diesen Vorwürfen abgeben. Aber das es so ausfällt, wie es nun geschehen ist, das konnte man sicherlich nicht ahnen.
„Darüber lache ich.“, soll er im Rahmen der Fanclub-Besuche gesagt haben. Und der Bayern-Boss solle es ihm das nächste mal doch besser ins Gesicht sagen.
Inhaltlich solle daran auch nichts dran sein. Kritik sei zwar berechtigt, aber seien seine PR-Termine und sein Lifestyle nicht schuld daran: „Ich bin einfach noch nicht bei 100%.“.

Das ein Spieler in dieser Form die öffentliche Schelte eines Bosses zurückweist, ja nahezu ins Lächerliche zieht, dürfte wohl fast einmalig in der, zumindest jüngeren, Bayern-Geschichte sein. Mir fällt zumindest keine vergleichbare Reaktion ein.
Klar ist, dass Jerome Boateng zwar zur Zeit nicht besonders gut spielt, aber trotzdem weltweit als Top-Innenverteidiger gilt, der sich notfalls auch einen Arbeitgeber auswählen könnte. Boateng hat es also nicht zwingend nötig, sich vor seinen Bossen in den Staub zu werfen.
Idealerweise findet er zurück zur alten Stärke und kann dann, trotz Lifestyle und PR-Termine, den Beweis antreten, dass es nicht daran lag.
Und der Bayern-Boss? Der wäre vielleicht gut daran beraten, das eigene Ego jetzt runter zu schrauben und die Sache jetzt auf sich beruhen zu lassen, bevor es zu einem Problem für den Verein wird.

Bild: FC Bayern Pressematerial

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