Status Quo: Unbefriedigend |#FCBayern

Arjen Robben

Gegen Schalke 04 sollte es am 19. Spieltag der Bundesliga in die wichtige K.O.-Phase für den FC Bayern gehen.
Arsenal London in der Champions League, den VfL Wolfsburg im DFB-Pokal vor der Brust. Und den Atem der Bullen aus Leipzig direkt im Nacken.
Großer Druck. Also eigentlich genau das, was den FC Bayern München ausmacht. Oder wie Thomas Müller mal sagte: „… in dieser Situation macht es am meisten Spaß. Dafür ist man Fußball-Profi geworden.“

Genau dieser Thomas Müller trägt aber nun zum unbefriedigenden Status Quo maßgeblich bei. Wer ihn genau beobachtete, erkannte in zwei Situationen, wie sehr seine Schwächephase ihn auf dem Platz behindert. Dann nämlich, wenn er selbst abschließen könnte und dies in der Vergangenheit auch sicherlich getan hätte, nun aber lieber auf einen Mitspieler ablegt und die Chance sich in Luft auflöste.

Selbst Mr. Zuverlässig Manuel Neuer hatte heute einen gebrauchten Tag erwischt. Der Freistoß der Schalker wäre wohl in den meisten Fällen ein gefundenes Fressen für den Welttorhüter gewesen. Stattdessen zappelte das Leder im Netz.

Hinterfragen muss man aber auch einmal die Auswechslung von Arjen Robben, der in der 72. Minute für Kingsley Coman Platz machen musste. Nicht nur ich habe mich gefragt, was zur Hölle das nun wieder von Carlo Ancelotti sollte. Robben selbst verstand die Welt nicht mehr und seine knirschenden Zähne hörte man wohl auch noch in der hintersten Ecke des Stadions.
Wir hoffen alle, dass Coman irgendwann seine Worte beim Antritt („Ich kann in jedem Spiel den Unterschied ausmachen“) unter Beweis stellen kann. Jetzt ist er aber noch nicht so weit. Und ein topmotivierter Arjen Robben ist mir beim Stand von 1:1 grundsätzlich lieber, als ein hochtalentierter Kingsley Coman  auf der Suche nach seiner Form.

Nach der durchwachsenden Hinrunde tröstete man sich mit der Einschätzung, Carlo Ancelotti wäre eher so der Trainer, der in der Rückrunde, wenn sich alles entscheidet, die Mannschaft auf dem Punkt genau perfekt einstellen würde.
Wir befinden uns nun in der Rückrunde. Zwei knappe Siege gegen Freiburg. Ein Unentschieden gegen Schalke04.
Der FC Bayern ist weit entfernt von seiner früheren Überlegenheit. Sie harmonieren noch nicht einmal mehr richtig im Spielaufbau.
Und es macht nicht den Eindruck, als wüsste irgendwer, was nun zu tun ist. Sonst wäre es nämlich schon längst geschehen: der Status Quo herrscht nämlich nicht erst seit heute.

Bild: FC Bayern München

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