Robben: Von Pfiffen bis zum Liebling | #FCBayern

Arjen Robben

Fast 5 Jahre ist es nun her. Im Mai 2012 spielte die niederländische Nationalmannschaft in der Allianz Arena. Es war ein „Käse-Kick“ gegen den FC Bayern München, dessen Einnahmen als Entschädigungszahlung nach Robbens langen Ausfall dienen sollte.
Als der Niederländer für sein Nationalteam eingewechselt wurde, gab es Pfiffe. Es war längst nicht das ganze Stadion und schon lange nicht alle Fans des FC Bayern.
Und trotzdem wird man immer wieder mit der Thematik konfrontiert, wenn man sich als Fan der Roten über eine Robben-Aktion freut:

„Damals habt Ihr ihn ausgepfiffen und jetzt jubelt Ihr ihm zu!?“

Arjen Robben hatte damals einen gewissen Ruf. Egoistisch sei er. Ein Einzelgänger und kein Teamplayer. „Alleinikov“ würde man ihn intern nennen. Es passte ins Bild, wie er zuerst gegen den BVB einen wichtigen Strafstoß vergab und sich die Geschichte später im Champions League Finale „dahoam“ gegen Chelsea wiederholte.

Unmittelbar nach diesen Pfiffen, die national und international für Schlagzeilen und Empörung sorgten, schien man bei Arjen Robben eine Verwandlung festzustellen.
Und man muss sich nur anschauen, wohin das mittlerweile führte:
Robben ist stets topmotiviert, zerreißt sich auf dem Platz, kritisiert und meckert, wenn es nicht läuft. Er geht voran und füllt das Trikot des FC Bayern München mit stolzer Brust.
Und genau so behandeln ihn die Fans auch. Arjen Robben mag der Matchwinner vom Champions League Finale gegen den BVB sein. Aber geliebt wird er für sein Gesamtbild des Spielers, der immer alles geben und erreichen will.

Wie es damals mit Arjen Robben ohne die Pfiffe weitergegangen wäre, kann kein Mensch sagen. Rummenigge soll damals direkt danach erklärt haben, so würde man keinen Spieler vom Hof jagen. Es soll ein besonderer Schulterschluß der Solidarität stattgefunden haben. Vielleicht wäre Robben sonst schon damals weg gewesen.
Unter Umständen hat die ganze Aktion, so schmerzlich sie auch gewesen sein mag, zu einem Umdenken geführt. So ein reinigendes Gewitter halt.
Vielleicht hätten wir diesen Arjen Robben, so wie er heute im roten Trikot auf dem Platz steht, nie gesehen.
Das alles ist ein großer Konjunktiv. Aber irgendwie hat es Arjen Robben als Spieler weitergebracht. Und der Schulterschluss zwischen Fans und ihrer „Nummer 10“, der ist nun so eng, da passt augenscheinlich kein Blatt Papier mehr zwischen.

Bild: FC Bayern München

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