Ancelotti wird zum "Schönredner"

Carlo Ancelotti

Uli Hoeneß hatte bereits nach dem DFB-Pokalspiel gegen den VfL Wolfsburg in der ARD verraten, dass die Bayern-Bosse in dieser Saison durchaus schon mal nervös waren. Aber Trainer Carlo Ancelotti habe sie stets beruhigt und gesagt, er wisse genau, was er da mache.

Zugegeben, das darf man von einem so erfahrenen Trainer auch erwarten. Und sicherlich glaubte man im Vorfeld auch daran, dass Ancelotti einen genauen Plan verfolge.
Nur scheint der Plan entweder noch nicht aufzugehen, oder er gefällt mir nicht.

Gegen das Kellerkind der Tabelle, dem FC Ingolstadt, wirkte der FC Bayern München ideenlos und harmlos. Und als man mit fortgeschrittener Spieldauer merkte, dass es nicht von allein ging und die Anstrengungen erhöhte, schien es fast schon zu spät. Erst in der allerletzten Minute gelang das 0:1. Kurz darauf konnte man die erschrockenen Schanzer mit dem 0:2 endgültig ausschalten und drehte damit den Spielverlauf völlig auf links.

Was man gegen Arsenal London am Mittwoch besser machen müsste?
„Wenn ich das heutige Spiel ansehe, dann nichts. Wir haben es heute super gemacht. Das gibt uns viel Mut und Selbstvertrauen für Mittwoch.“
 

Ist das grenzenloses Vertrauen, oder absolute Schönrederei?
Der FC Bayern München spielte unter Pep Guardiola nahe der Perfektion. Der Spanier ließ den Gegnern keine Luft zum atmen. Das Ergebnis war eine gnadenlose Dominanz, die sich lediglich nicht in zählbare (Champions League) Titel verewigen ließ.
Vielleicht ist Ancelotti wirklich voller Vertrauen darin, dass das Team ergebnisorientiert spielen kann. Wie das berühmte Pferd, was stets nur so hochspringt, wie es muss. Aber selbst wenn am Ende der Saison das begehrte Triple stehen würde, hätte man diesem Ziel unnötigerweise etwas geopfert, was Fans in den letzten Jahren beeindruckt feierten: die überlegene Dominanz.

Aber selbst der größte Optimist dürfte sich schwer tun, nach den vergangenen Spielen vom großen Triple-Wurf zu träumen. Deswegen bleibt einem als Fan momentan gar nichts anderes übrig, als sich zurückzulehnen und durch einem zugekniffenen Auge zuzuschauen, was passiert. Spätestens am Ende der Saison wird man sehen, ob Carlo Ancelotti einfach nur ein „Schönredner“ war, oder ob er einen Plan verfolgte, der nur zum Saisonfinale gefallen findet.

Bild: FC Bayern München

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