#Großkreutz: Absturz, Schlägerei, Rauswurf, Abschied vom Profi-Fussball

VorlageFür eine Schlagzeile abseits des Sportes ist Kevin Großkreutz immer gut. In die Lobby eines Hotels urinieren. Mit einem Döner werfen. Zwischendurch mit 0 Minuten Spielzeit Weltmeister werden und sich den Pokal auch noch tätowieren lassen: nicht verboten, aber zumindest leicht umstritten und von einigen Leuten auch belächelt.
Dann in Dortmund aussortiert und unter kuriosen Umständen in die Türkei gewechselt, wo er zunächst nicht spielberechtigt war und wegen Heimweh flüchtete, ehe er auch nur eine Minute spielen konnte.
Zuletzt beschäftigten sich die Klatschreporter mit den Umständen einer umstrittenen Partynacht von Großkreutz. Eine Schlägerei mit Teenagern, bei der er Verletzungen davon trug und nun, so sagte er selbst, „…froh sei, noch hier zu sein.“.

Warum treibt sich ein verletzter Profispieler eigentlich mit Jugendlichen aus dem vereinseigenen Nachwuchsbereich nachts in der Gegend herum? Details wollte man nicht nennen. Aber den Abschied verkünden. Der VfB Stuttgart von Großkreutz. Und Großkreutz vorübergehend seinen Abschied vom professionellen Fussball. Auf eine Einladung zu einer möglichen Aufstiegsfeier hoffe er aber trotzdem, ließ er auf der Pressekonferenz wissen. Und irgendwie muss man schmunzeln: frisch rausgeworfen, aber schon mal selbst auf die nächste Party einladen – kann man mal machen.

Klar, Kevin Großkreutz ist nun nicht als Professor des grünen Rasens bekannt geworden. Aber unterhaltsam ist er ja irgendwie, der Kerl. Das würde man aber wohl mit ganz anderen Augen sehen, wenn er in den Diensten des eigenen, des persönlich favorisierten Teams stehen würde. Deswegen wäre es vielleicht auch ein cleverer Schachzug gewesen, hätte Stuttgart ihn nicht gefeuert, sondern dem direkten Konkurrenten als Geschenk angeboten: soll der doch da für Unruhe sorgen.
Ein theoretischer Gedanke. Natürlich.

Ob die Stuttgarter überhaupt so reagieren mussten, darüber scheiden sich auch die Geister. Beim FC Bayern München fackelte der Langzeit-Patient Breno einst sein Haus ab und bekam seitens des Vereins jegliche Unterstützung. Der Dortmunder Marco Reus fuhr ewig ohne Führerschein, läuft aber zwischen seinen Verletzungspausen immer wieder mal für den BVB auf.
Als Außenstehender kann man die Situation schlecht beurteilen. Und glücklicherweise muss man das auch nicht. Vor allem aber sollte man es nicht. Großkreutz bat darum, in der nächsten Zeit besondere Rücksicht auf seine Familie zu nehmen.
In diesem Sinne kann man sich entspannt zurücklehnen und einfach rund 24 Stunden warten: dann ist wieder Bundesliga und wir können uns den sportlich wichtigeren Themen widmen.

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