#FCBRMA: Mehr Antworten als Unklarheiten

Robert Lewandowski

24 Stunden nachdem der Terror den Fußball als Geisel hatte, sollte auch in München wieder der Ball rollen. Unabhängig vom Ergebnis war es gut, dass man an diesen Abend dann doch wieder nur über vergebene Chancen, allgemeinen Leistungen und Entscheidungen sprechen konnte.

2:1 gewann Real Madrid das Hinspiel im Viertelfinale der Champions League gegen den FC Bayern München. Und vielleicht bietet sich durch diese Niederlage auch ein langfristiger Erfolg: man lernt ja nun einmal nie aus und einige Erkenntnisse müssten auch die erfahrenen Bayern-Bosse samt Carlo Ancelotti aus diesem Abend gewinnen.

Als erstes hätten wir da die Größe des Kaders, die ja schon seit geraumer Zeit immer wieder mal diskutiert wird.
Anhand der Innenverteidiger kann man das Problem gut erkennen. Holger Badstuber wurde in der Winterpause noch an Schalke 04 verliehen, weil man meinte, man könne auch mit drei eigentlichen Innenverteidigern auf dieser Position bestehen. Zudem hat man ja noch die Aushilfskräfte Alaba, Kimmich und notfalls sogar Alonso auf dieser Position.
Nun läuft Boateng nicht rund, Hummels ist verletzt und Martinez gesperrt. Kimmich hat kaum Spielpraxis, Alaba ist als Innenverteidiger eigentlich nur bundesligatauglich und Alonso wird man keine Erlaubnis für das benötigte Sauerstoffzelt erteilen.
Diese positive Nachricht, dass erstmals seit Jahren alle Spieler des FC Bayern München fit seien, war auf die Saison gesehen nur ein Wimpernschlag.

In die gleiche Kerbe schlägt die Personalie Robert Lewandowski. Das der Pole die bisherige Saison wie eine Maschine abspulte, war unser großes Glück. Wie schwer sein Ausfall heute wog, konnte man deutlich spüren.
Eine weitere Option muss einfach kommen. Schon allein deswegen, weil man nicht erwarten kann, dass Lewandowski alle Spiele der Saison über 90 Minuten bestreitet – oder mithilft sie vorher so klar zu entscheiden, dass er mal früher Feierabend machen kann.

Eine Unklarheit bleibt allerdings: warum macht sich eine so erfahrene (um nicht das Wort „alt“ zu verwenden) Mannschaft förmlich vor Respekt in die Hose, wenn es gegen Real Madrid geht?
Vielleicht war es tatsächlich die Personalie Lewandowski, dessen Ausfall Madrid Aufwind gab und den Bayern Angst einjagte. Für den Fall unterstreicht es wohl nur, wie wichtig eine Alternative im Sturm für den Verein ist.

Natürlich ist ein Sieg im Viertelfinale noch theoretisch möglich. Und der Mia-San-Mia Gedanke verbietet es auch, nicht bis zur letzten Minute noch daran zu glauben – oder sagen wir, darauf zu hoffen.
Den Kader kann man bis dahin nicht verändern, das ist klar. Aber die persönliche Einstellung, die am Mittwochabend ganz offensichtlich stimmte. Und wenn man schon untergeht, dann doch bitte mit wehenden Fahnen und nicht in einer Schockstarre.

Bild: FC Bayern München

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